Arbeitslosenzahl geht saisonbereinigt zurück
Anlaesslich der positiven Arbeitsmarktentwicklung im Juli 2005 erklaert der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Wie fuer den Juli ueblich ist auch in diesem Jahr die Zahl der Arbeitslosen saisonal bedingt angestiegen. Saisonbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 42.000 gesunken.
Ferienbedingt stellen die Betriebe im Sommer weniger neue Arbeitskraefte ein und junge Menschen melden sich nach Abschluss der Ausbildung arbeitslos. Mit 4,772 Millionen Arbeitslosen beziehungsweise einer Arbeitslosenquote von 11,5 Prozent im Juli 2005 faellt der Anstieg um 68.000 gegenueber dem Juni jedoch deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Von 2000 bis 2004 hatten wir im Durchschnitt einen Anstieg um 100.000. Mit der Ausnahme von 1998 koennen wir fuer den Juli 2005 sogar den geringsten Anstieg seit der Wiedervereinigung verzeichnen.
Die Stimmung hellt sich also auf. Das bestaetigt auch der Blick auf die weiteren Indikatoren:
- Die Zahl der Erwerbstaetigen ist weiter gestiegen. Mit 39,97 Millionen waren im Juni 105.000 Menschen mehr erwerbstaetig als im Mai 2005. Selbst wenn man saisonale Effekte herausrechnet, belaeuft sich die Ausweitung bei den Erwerbstaetigen auf 28.000.
- Auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschaeftigten scheint guenstig auszufallen: Vom April auf den Mai 2005 ist ein Zuwachs um 113.000 auf 26,26 Millionen zu verzeichnen.
- Das Angebot an offenen Stellen ist ebenfalls weiter gestiegen. Im Juli waren mit 447.000 offenen Stellen 151.000 mehr als im Vorjahr gemeldet. Das zeigt ganz deutlich, dass das Vertrauen der Arbeitgeber in eine bessere und zielgenaue Vermittlungsaktivitaet der Bundesagentur fuer Arbeit gestiegen ist.
- Aber Psychologie und Vertrauen sind nicht nur bei der Bundesagentur fuer Arbeit sondern vor allem in der Wirtschaft wichtig. Der Ifo-Geschaeftsklimaindex ist im Juli zum zweiten Mal in Folge auf 95 Punkte angestiegen. Das ist der staerkste Anstieg seit Dezember. Die Unternehmen blicken positiv in die Zukunft und die deutsche Wirtschaft kehrt im weiteren Jahresverlauf trotz der hohen Oelpreise weiter auf einen Erholungskurs zurueck. Lediglich im Einzelhandel verschlechterten sich die Erwartungen. Laut Ifo-Chefoekonom Sinn liegt das an den Plaenen der Union, nach einem moeglichen Regierungswechsel die Mehrwertsteuer zu erhoehen. Das wuerde vor allem den Erfolgskurs der kleinen Unternehmen gefaehrden.
Wichtig ist, dass wir die Umsetzung der Arbeitsmarktreformen, die nach und nach ihre Wirkung entfalten, weiter vorantreiben und insbesondere auch das Engagement der Arbeitgeber auf dem Ausbildungsstellenmarkt weiter zunimmt.
2005 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
Quelle: SPD-BUNDESTAGSFRAKTION / pressrelations.de
28.07.2005 - 18:04 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 101 X

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