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Chemie-Industrie besorgt über Energiepreis-Erhöhungen


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ChemCologne Vorsitzender Bahnmüller: „Energie ist für uns überlebenswichtig“ - NRW-Wirtschaftsministerin kündigt funktionierende Strompreisaufsicht an - IHK Köln verlangt mehr Wettbewerb für den Energiemarkt

Köln. Die chemische Industrie im Rheinland zeigt sich besorgt über die Energiepreis-Erhöhungen. Weitere Strompreissteigerungen könnten Produkte und Produktionsanlagen schnell unwirtschaft-lich machen, warnt Dr. Heinz Bahnmüller, Vorsitzender der Chemie-Initiative ChemCologne. An-lässlich des VI. ChemCologne Chemieforums zum Thema „Energie in der chemischen Industrie“ am 17. November im BayKomm in Leverkusen sagt der Geschäftsführer von Bayer Industry Ser-vices: „Es ist besorgniserregend, dass einige Faktoren, die zu solch exorbitanten Preissteigerun-gen führen, hausgemacht sind.“ Angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks sei eine Verrin-gerung der Preise notwendig, wolle man die Zukunft der chemischen Industrie in Deutschland nicht gefährden. Er verweist zudem auf die Bedeutung der Chemie: Nordrhein-Westfalen sei das wichtigste „Chemie“-Bundesland in Deutschland. Der Umsatz der Chemie betrug im letzten Jahr rund 51 Mrd. €; damit war sie die zweitwichtigste Branche in NRW.

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben fordert „endlich mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt“. In einem Interview mit ChemCologne stellt die Ministerin in Aussicht, sich für eine funktionierende Strompreisaufsicht einzusetzen. Neben größerem Wettbewerb setzt Ministerin Thoben auf die Innovationskraft der chemischen Industrie und deren Einsparpotenzial. Darüber hinaus will sie erneuerbare Energien als Zukunftsenergien „auf ihrem Weg zur Wirtschaftlichkeit unterstützen“.

Die Industrie- und Handelskammer zu Köln sieht die internationale Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie durch die Monopolstruktur des Energiemarktes gefährdet. Daher sei ein funktionierender Wettbewerb „dringlich zu wünschen“, meint Detlev Sachse, Geschäftsführer der IHK Köln. In der Mitgliederzeitschrift von ChemCologne schreibt Sachse, dass das strukturelle Problem des fehlenden Wettbewerbs nur gelöst werden könne, wenn die Politik ein Machtwort spreche. Der politische Druck müsse zunehmen, damit deutsche Produktionsstandorte gegen kos-tengünstiger anbietende Standorte, vor allem in Asien, bestehen können. Die Marktmacht der vier großen Energiekonzerne müsse, notfalls mit staatlichem Zwang, gesenkt werden.

Hintergrund

Mit einem Anteil von 8 % am gesamten Stromverbrauch in der Bundesrepublik, sowie 11 % bei Erdgas, ist die chemische Industrie eine der energie-intensivsten Industrien Deutschlands. Dabei ist die Effizienz kontinuierlich verbessert worden: Seit 1990 konnte die Chemieproduktion um mehr als 26 % gesteigert werden, gleichzeitig wurde der Energiebedarf durch den Einsatz neuer, opti-mierter Verfahren um über 22 % gesenkt. Nach wie vor ist aber die Energie für die Errichtung und den Betrieb chemischer Anlagen einer der wichtigsten Faktoren im Hinblick auf Standortauswahl und wirtschaftlichen Betrieb. Die Entwicklungen auf den Welt-Energiemärkten der letzten Monate und Jahre haben die Kostensituation für die Chemie in Deutschland nachhaltig negativ beeinflusst.

VI. ChemCologne Chemieforum

ChemCologne greift das Problem auf und widmet daher das VI. Chemieforum ausschließlich dieser Thematik. Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Forschung referieren über Themen der Ener-giepolitik und der zukünftigen Energieversorgung sowie über chemie- und standortspezifische Themen. Die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Christa Thoben, wird dabei die Grundzüge der Energiepolitik des Landes darlegen. Die Ver-anstaltung wird ergänzt durch eine themenbezogene Ausstellung im Foyer des BayKomms.

Über ChemCologne

ChemCologne ist eine regionale Initiative, baiserend auf einem Netzwerk der Unternehmen der Chemischen Industrie, des Arbeitgeberverbandes Chemie Rheinland, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bezirksregierung, der Städte und Gemeinden, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, der Industrie- und Handelskammern, Hochschulen und Gewerkschaft. Sie verfolgt das Ziel, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region weiter zu entwickeln und sie gleichzeitig bei in- und ausländischen Investoren bekannter zu machen. ChemCologne fördert Projekte und Arbeits-kreise zu Themen aus z.B. Wirtschaft - Wissenschaft, Wirtschaft - Behörde in Form von Koopera-tionstagen, Chemieforen und Fachkolloquien. Die Initiative wird finanziert aus Fördermitteln des Landes und Mitteln der Chemie-Industrie.


Quelle: ChemCologne e.V. / pressbot.net

Ihr Ansprechpartner:

Firma: ChemCologne e.V.
Name: Oliver Pruys
Straße: Neumarkt 35-37
Stadt: - 50667 Köln
 
 
Telefon: 0221 / 2720530
Fax: 0221 / 2720540
 
WWW: www.chemcologne.de
E-Mail:

15.11.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1186 X

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