Müller: Die Haut hat keine Ferien - Auf ausreichenden Sonnenschutz achten
Der Aufenthalt in der Sonne jetzt in der Ferienzeit sollte nicht zur Stresszeit für die Haut und die Augen werden. Daran hat Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller heute in München zum Beginn der Sommerferien erinnert.
Der Aufenthalt in der Sonne jetzt in der Ferienzeit sollte nicht zur Stresszeit für die Haut und die Augen werden. Daran hat Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller heute in München zum Beginn der Sommerferien erinnert: "Die Haut hat keine Ferien. Wer gesund bleiben will, muss auf ausreichenden Sonnenschutz achten." Gerade für Kinder ist ausreichender Sonnenschutz wichtig. "Besonders empfindlich ist Kinderhaut. Die Kleinsten tragen das größte Risiko", betonte Müller. Denn Kinderhaut sei im Vergleich zur Haut eines Erwachsenen dünner, weniger geschützt durch Pigmentzellen und auch noch nicht so fit, geschädigte Haut zu reparieren.
Kleinkinder und Kinder sollten durch geeignete Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille geschützt werden. Die starke Mittagssonne ist zu meiden und für nicht bedeckte Körperstellen ist eine kindgerechte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden. Müller: "Nicht vergessen: Das Hautkrebsrisiko steigt mit jedem Sonnenbrand."
Sonnenschutz ist dringend nötig, denn Hautkrebserkrankungen haben weiter zugenommen. Mehr als jeder 100. in Bayern wird im Lauf seines Lebens an schwarzem Hautkrebs, dem Malignen Melanom, erkranken. Weitere mögliche Spätfolgen einer übermäßigen UV-Bestrahlung sind neben Hautkrebs eine schnelle Hautalterung und die Trübung der Augenlinsen.
Müller: ?Auch sichere Sonnenbrillen gehören ins Urlaubsgepäck.? Neben dem UV-Filter der Brillengläser sei auch auf die geeignete Form zu achten. Bei zu kleinen Gläsern können besonders die reflektierten UV-Strahlen an den Brillenrändern vorbei in das Auge gelangen. Als chronischer, schädigender Effekt für das Auge ist vor allem die irreversible Linsentrübung zu nennen (Grauer Star, Katarakt). Mit zunehmender Lebenszeitbestrahlung steigt die Erkrankungsrate am Grauen Star. Nach aktuellen Studien haben bereits 50 % der Bevölkerung zwischen 52 - 64 Jahren einen Grauen Star - ohne Sehstörungen zu bemerken. Zwischen 65 - 75 Jahren erhöht sich der Anteil der Bevölkerung mit einem Grauen Star, wobei 50 % der Bevölkerung Sehstörungen bemerken, sobald sie das 75.Lebensjahr erreichen.
Auch die sogenannte "Sonnenallergie", die polymorphe Lichtdermatose nimmt zu. Wissenschaftler haben festgestellt, dass zwischen 10 und 20 % der Bürger, in der Mehrzahl junge Frauen, mittlerweile betroffen sind. Die juckenden Pusteln, Quaddeln und Knötchen sind nach der medizinischen Definition keine echte Allergie; die Symptome wie unangenehme Juckreize sind aber sehr ähnlich. Auch Kosmetika und Medikamente können zusammen mit der Sonne Hautreaktionen auslösen und verstärken. Wer schon mal eine ?Sonnenallergie? auch nur ansatzweise hatte, sollte den Arzt daraufhin ansprechen. Um es gar nicht erst zu einer ?Sonnenallergie? kommen zu lassen gilt: die Haut langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen und direkte, intensive Sonnenstrahlen in der Mittagszeit ganz vermeiden. Auch gilt: die Bräunung durch Solarienbesuche gibt keinen Schutz.
Die wichtigsten Regeln für den Umgang mit der Sonne:- Beugen Sie stets einem Sonnenbrand vor.- Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an längere Sonnenbestrahlung.- Meiden Sie intensive Mittagssonne (11 bis 15 Uhr).- Der beste Sonnenschutz ist geeignete Kleidung (auch manche Textilien sind für UV-Strahlen durchlässig) und eine Kopfbedeckung.- Schützen Sie ihre Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille.- Cremen Sie alle unbedeckten Körperpartien ausreichend mit Sonnenschutzmittel einer geeigneten Lichtschutzklasse ein.- Tragen Sie den Sonnenschutz vor der Sonnenbestrahlung auf.- Wiederholen Sie das Auftragen regelmäßig, um den Verlust an Sonnenschutzmittel durch Wasserkontakt, Abrieb oder Schwitzen auszugleichen. Die maximale Verweildauer wird dadurch allerdings nicht verlängert.- Achten Sie auf Sonnenschutzmittel mit UVB- und UVA Schutz.- Fragen Sie bei Medikamenten-Einnahme Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie sich der Sonne aussetzen (bestimmte Medikamente erhöhen dieLichtempfindlichkeit).- Vermeiden Sie Kosmetika, Deodorants und Parfüms vor der Sonnenbestrahlung.Es besteht die Gefahr bleibender Pigmentierung.
Weitere Infos unter www.sonne-mit-verstand.de , der Aktion des Bayerischen Gesundheitsministeriums im Rahmen der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern. Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de © Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de
Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de
29.07.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 788 X

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