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Rechtschreibreform: Sonderweg von Bayern und NRW verunsichert Lehrer und Schueler


 Anlaesslich der verpflichtenden Einfuehrung der neuen Rechtschreibung erklaert der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Joerg Tauss: Die Weigerung der unionsgefuehrten Laender Bayern und Nordrhein-Westfalen, den Beschluss der letzten Ministerpraesidentenkonferenz zur verpflichtenden Einfuehrung der neuen Rechtschreibung umzusetzen, kann nur mit Kopfschuetteln zur Kenntnis genommen werden. Erstens ist der Beschluss mit ihrer Beteiligung gefasst worden. Es ist daher ein Affront gegenueber den Ministerpraesidentenkollegen, wenn Stoiber und Ruettgers sich nach Gutduenken ihrer Verantwortung entziehen und gemeinsam gefasste Beschluesse aus politischer Opportunitaet einfach ueber Bord werfen. Dieser Sonderweg schadet dem Bildungsfoederalismus und fuehrt direkt zurueck in eine laehmende bildungspolitische Kleinstaaterei. Zweitens ist offenkundig, dass der Sonderweg jeder sachlichen Grundlage entbehrt. Die nun verpflichtend eingefuehrten Elemente der Rechtschreibreform sind unstrittig und an ihnen wird sich nichts mehr aendern, jeder weiss das. Es ist schon erstaunlich, wie viel Aufwand und Energie die unionsgefuehrten Laender immer wieder in diese Debatte investieren und das Thema Rechtschreibreform hochziehen. Man koennte meinen, Deutschlands Zukunft haenge allein von dieser Frage ab. Das tut sie nicht.  Stoiber und Ruettgers instrumentalisieren die Rechtschreibreform und versuchen sie immer wieder populistisch auszunutzen. Zurueck bleiben weiter verunsicherte Lehrerinnen und Lehrer und Schuelerinnen und Schueler, auf deren Ruecken Stoiber und Ruettgers eine Scheindebatte anzetteln wollen. Die Zeche zahlen wie so oft bei der Union die anderen.  SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de

Quelle: SPD / pressrelations.de

01.08.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 252 X