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Die Impfmüdigkeit aus homöopathischer Sicht


Dr. Dr. Pal Dragos

Das Thema Impfmüdigkeit ist nicht neu und gibt Gesundheitspolitikern immer wieder Anlass zur Besorgnis. Wie kommt es zu diesem Phänomen und wie erklärt sich die Impfmüdigkeit aus homöopathischer Sicht?

Das Angebot der Schulmedizin ist rational und eindeutig: Impfungen sollen Krankheiten vermeiden und dafür sorgen, dass bestimmte Krankheiten auf der Erde ausgerottet werden. Eine solche Denkweise ist aber nicht nur einseitig und naiv, sondern manchmal sogar gesundheitsschädigend. Sie lässt sich durchaus mit der Einseitigkeit einer neoliberalistischen Wirtschaftspolitik vergleichen. Rationalität, wenn auch unentbehrlich in den Wissenschaften, kann für sich alleine nicht ausreichend den Erfordernissen einer lebendigen Welt genügen.

Welchen Unterschied zur Schulmedizin zeigt eine homöopathische Denkweise? Während die schulmedizinische Impfstrategie eine kollektive ist, bemüht sich die organische Betrachtungsweise des konstitutionell-homöopathischen Ansatzes, der Individualität der Patienten gerecht zu werden.

Es gibt Konstitutionen bei Kindern, die auf Impfungen mit deutlichen funktionellen Störungen reagieren. Häufig und nicht einmal sofort nach der Impfung zeigen sich Schlaflosigkeit oder sonstige seelische bzw. körperliche Symptome bei diesen Kindern. Eltern klagen darüber, dass sie ihr Kind nicht mehr wieder erkennen. Für Kinder mit solchen Konstitutionen setzt die Impfung einen Impuls, dem sie körperlich und seelisch nicht gewachsen sind. Sie werden durch die Impfung deutlich überfordert.

Besonders häufig trifft dies Kinder, die vor der Impfung Zeichen einer Bindegewebeschwäche oder Neigungen zu Allergien aufweisen oder unter funktionalen Stoffwechselstörungen oder Ruhelosigkeit leiden - Belastungen, die in den letzten Jahrzehnten rapide zugenommen haben. In der Kindermedizin wird mit der Diagnose ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) nur die Spitze des Eisberges dieser Konstitutionen wahrgenommen und soziokulturelle Einflüsse oder Umweltbedingungen werden nur ansatzweise thematisiert.

Zusammenfassend ist festzustellen, nicht die Impfstoffe sind schädlich, sondern die individuellen Reaktionen, die eine Impfung bei einem Kind hervorrufen kann. Solche Probleme werden von den Eltern gefürchtet, da im Gegensatz zu einer ordentlichen homöopathischen Behandlung die schulmedizinische Versorgung der Kinder kaum mit solchen Reaktionen fertig wird.

Auch Mehrfachimpfungen können die Kinder überfordern. Die häufige Behauptung der Schulmedizin, dass eine Mehrfachimpfung für Kinder genauso bekömmlich sei wie eine einmalige Impfung, ist ebenso naiv wie die Annahme, es mache für ein Kind keinen Unterschied, ob es vier Hausaufgaben statt einer gleichzeitig lösen müsse, wenn alle vier in das gleiche Heft geschrieben werden können. Die gleichzeitig gestellten Aufgaben der Mehrfachimpfung überfordern das kindliche Immunsystem.

Dennoch sollte der homöopathische Arzt Impfungen weder ablehnen, noch den Eltern von einer Impfung abraten. Der Homöopath hat eine Aufklärungspflicht unter Berücksichtigung der Individualität des Kindes und unter Berücksichtigung der jeweiligen gesetzlichen Pflichten. Die Entscheidung über eine Impfung müssen Eltern aber letztlich selbst treffen.

Weitere Informationen und Denkanstösse zum Thema Impfung finden Sie in meinem Buch:
Die unbekannten Todsünden in der Homöopathie - Zur erfolgreichen Organisation einer homöopathischen Therapie, 2005, BoD, Norderstedt, S. 167 ff.

Weitere Informationen und Leseproben auch unter:
www.pal-dragos.de



Quelle: Wachstumstrend Forschungsinstitut und Verlags-GmbH / pressbot.net

19.12.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 315 X

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