Bundesminister Fischer zum Tode des sudanesischen Ersten Vizepräsidenten Dr. John Garang
Aus Anlass des Todes des Ersten Vizepräsidenten der Republik Sudan und Präsidenten des Südsudan, Herrn Dr. John Garang de Mabior, der bei einem Hubschrauberunglück am Wochenende gemeinsam mit mehreren Begleitern ums Leben gekommen ist, erklärte Bundesaußenminister Joschka Fischer heute (01.08.):
"Dr. John Garang hat maßgeblich zum Abschluss des Friedensvertrags von Nairobi und damit zum Ende des blutigsten Bürgerkriegs in der Geschichte Afrikas beigetragen. Zum ersten Mal seit 21 Jahren besteht damit die Aussicht, dem Konflikt zwischen Nord- und Südsudan dauerhaft ein Ende zu setzen und damit auch ein wichtiges Signal für den gesamtsudanesischen Friedensprozess zu geben.
Erst vor wenigen Wochen übernahm Dr. Garang in Umsetzung des Friedensabkommens die Ämter des Ersten Vizepräsidenten des Sudan sowie des Präsidenten des Südsudan. Gerade in dieser entscheidenden Anfangsphase der Umsetzung des Abkommens von Nairobi ist sein Tod ein schwerer Verlust für den Sudan.
Die Bundesregierung begrüßt die Ankündigungen des sudanesischen Präsidenten Omar Al Bashir und des südsudanesischen Vizepräsidenten Salva Kiir, den Prozess in unveränderter Richtung weiterführen zu wollen. Der Friedensvertrag bietet eine stabile und erfolgversprechende Grundlage für die Fortsetzung des Friedensprozesses.
Gerade angesichts jüngster Berichte über Unruhen in mehreren Städten des Sudan ruft die Bundesregierung alle politischen Akteure zur Besonnenheit auf."
erschienen: Montag 01.08.05
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Quelle: AUSWÄRTIGES AMT / pressrelations.de
02.08.2005 - 10:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 96 X

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