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Schnappauf: Eine der weltgrößten UV-Desinfektionsanlagen nimmt Betrieb auf




Eine der weltgrößten UV-Desinfektionsanlagen nimmt im Klärwerk München II ihren Betrieb auf. Durch diese Maßnahme in der größten Kläranlage an der Isar wird das Baden auch nördlich von München bis Moosburg wieder möglich. Dies betonte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute bei der Einweihung der UV-Anlage.

Eine der weltgrößten UV-Desinfektionsanlagen nimmt im Klärwerk München II ihren Betrieb auf. Durch diese Maßnahme in der größten Kläranlage an der Isar wird das Baden auch nördlich von München bis Moosburg wieder möglich. Dies betonte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute bei der Einweihung der UV-Anlage. "Die Isar ist aber keine verlängerte Badewanne, sondern ein dynamischer Wildfluss, dessen Wasserqualität sich durch punktuelle Einflüsse wie Starkregenereignisse vorübergehend verändern kann". Dann könne es beispielsweise durch Abschwemmungen aus dem Uferbereich zu Einträgen von Krankheitserregern und dadurch zu einem vorübergehenden Infektionsrisiko für Badende kommen. "Die Badenden müssen sich deshalb immer auch ihrer Eigenverantwortung bewusst sein. Bei Trockenwetter werden aber dank der grundlegend verbesserten Abwasserbehandlung die Werte der EG-Badegewässerrichtlinie in der Regel eingehalten ? dies gibt es sonst in keiner anderen Metropole Europas", so Schnappauf. Mit München II und bald auch Freising ist die Nachrüstung der maßgebenden Kläranlagen entlang der oberen und mittleren Isar auf 130 Kilometern vom Sylvensteinspeicher bis Moosburg abgeschlossen. Die insgesamt 25,5 Millionen Euro teure Ausrüstung der Kläranlagen bezuschusst der Freistaat mit mehr als 8,5 Millionen Euro.

Durch die Bestrahlung des Abwassers mit ultraviolettem Licht vermindern die modernen UV-Anlagen die Keimzahl um den Faktor 100.000. Die Nachrüstung der Kläranlagen an der Isar mit den UV-Stufen startete im Jahre 2000 mit einem Pilotprojekt an der Kläranlage in Bad Tölz. Weitere fünf Kläranlagen an der oberen Isar wurden 2003 mit UV-Stufen ausgestattet (Benediktbeuren/Bichl, Penzberg, Wolfratshausen, Schäftlarn und Lenggries). 2005 folgten an der mittleren Isar und der Würm: Garching, Ismaning, der Abwasserzweckverband Eching-Unterschleißheim-Neufahrn, Starnberg (Würm), München und bald auch Freising. "Die jetzt in Betrieb gehende UV-Desinfektionsanlage im Klärwerk München II ist ein Meilenstein in der Abwasserbehandlung", so Schnappauf. Bei der Abwasserdesinfektion tauchen UV-Lampen direkt in den Abwasserstrom ein. Durch die Bestrahlung wird die Erbsubstanz der Keime und Mikroorganismen geschädigt und sie verlieren ihre Vermehrungsfähigkeit ? ein Verfahren ohne schädliche Nebenwirkungen für Mensch und Umwelt, wie umfangreiche Untersuchungen belegen. Von der erheblich verbesserten Wasserqualität der Isar profitieren dem Minister zufolge Umwelt, Lebensqualität und Tourismus gleichermaßen.

 

Weitere Informationen: http://www.wasser.bayern.de



Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de

02.08.2005 - 18:07 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 410 X

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