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Archäologische Ausgrabungen in St. Wendel-Alsfassen sind abgeschlossen


– Umweltstaatssekretär dankt ehrenamtlichen Grabungshelfern

Die archäologischen Ausgrabungen, die in den vergangenen Wochen im St. Wendeler Ortsteil Alsfassen durchgeführt wurden, sind jetzt abgeschlossen. Bei den Mauerresten, die in der Alsfassener Straße gefunden worden waren, handelt es sich um Teile einer römischen Villa aus dem 2. oder 3. Jahrhundert nach Christus. Unter der Leitung des Landesdenkmalamtes wurden die Ausgrabungen in Alsfassen zum größten Teil von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Alter zwischen 13 und 65 Jahren durchgeführt.

"Die Ausgrabungen in Alsfassen sind ein wichtiges Projekt für die Erkundung der St. Wendeler Ortsgeschichte. Mit den Erkenntnissen, die aus dieser Grabung hervorgehen, stoßen wir bis zu den Ursprüngen der ersten Besiedelung in diesem Raum vor. Unterstützt wurden die Grabungsarbeiten vor Ort von etlichen ehrenamtlichen Hobbyarchäologen, die hier auch bei Regen und Hitze engagiert und motiviert mitgeholfen haben," so Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün. "Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes, die die Grabungsarbeiten fachlich intensiv begleitet und mitbetreut haben, bedanke ich mich für dieses Engagement sehr herzlich. Am Beispiel dieser Grabung in Alsfassen wird deutlich, wie groß das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der kulturhistorischen Geschichtsforschung ist.

Wenn wir Zukunft gestalten wollen, ist es auch wichtig zu wissen, wie die Vergangenheit aussah und wie die Menschen in vergangenen Zeiten hier gelebt haben. Auch vor diesem Hintergrund verdient der ehrenamtliche Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer eine besondere Anerkennung. Denn die hier geleistete Arbeit stillt nicht nur den Wissensdurst der Helferinnen und Helfer, sondern unterstützt vor allem die wissenschaftliche Arbeit der Archäologen und trägt auch dazu bei, das Wissen über die antike Besiedelung unseres Raumes zu ergänzen." Auf rund der 100 Quadratmeter großen Grabungsfläche konnten in Alsfassen mehrere römische Mauerzüge freigelegt werden, die zu zwei Wohnräumen gehören. Die Ausstattung des Gebäudes war vermutlich sehr luxuriös. Einer der beiden Räume war mehrfarbig ausgemalt, was auf den Reichtum des damaligen Hausbesitzers hindeutet.

Der Ausgrabungsfund weist darauf hin, dass die römische Trümmerstätte bereits im frühen 17. Jahrhundert gezielt freigelegt und danach erneut bebaut worden war. Vor allem wegen des leicht zu gewinnenden Baumaterials, das die römische Ruine bot, hat man die Steine der Villa erneut als Baumaterial genutzt. Bei einem Pressetermin, der morgen, Mittwoch, 3. August, um 15 Uhr, Alsfasser Straße 17, in St. Wendel-Alsfassen stattfindet, werden die Mitarbeiter des Landesdenkmalamtes über die weiteren Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen vor Ort informieren.

Internet-Link zur Druckversion: http://www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=7895

Rückfragen zum Inhalt unter mailto:presseUmweltsaarland.de Rückfragen bei techn. Problemen unter mailto:prdAdminlff.saarland.de



Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT DES SAARLANDES / pressrelations.de

02.08.2005 - 18:08 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 135 X

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