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Kein Konzept der SPD gegen Ausbildungsmisere




Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist dramatisch wie nie

3. August 2005 - Angesichts der dramatischen Lage auf dem Ausbildungsmarkt erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB:

Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres fehlen noch 169.000 Lehrstellen. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist dramatisch wie nie.

In den Ohren der Jugendlichen muss das SPD-Programm, nach dem kein junger Mensch unter 25 Jahren länger als 3 Monate ohne Arbeit, Ausbildung oder weiterführende Beschäftigung sein soll, wie Hohn klingen. Bundeskanzler Schröder und SPD-Vorsitzender Müntefering haben nichts anzubieten. Sie versprechen Nachqualifizierungsprogramme, um den Schulabschluss nachzuholen und die Fortsetzung des Ausbildungspaktes.

Beide Maßnahmen sind lobenswert, doch sie kurieren nur an Symptomen. Im Rahmen der berufs- und ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen und Förderinstrumente ist zudem auch heute schon der Erwerb des Hauptschulabschlusses möglich.

Die Ursachen der Lehrstellenmisere müssen beseitigt werden.

1. Wir brauchen wieder eine verlässliche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Rot-Grün hat gerade bei mittleren und kleinen Unternehmen ein Massensterben verursacht. Wer zu macht, der kann nicht ausbilden. Wer keine Aufträge hat, der kann weder Arbeits- noch Ausbildungsplätze schaffen. Die Bundesregierung hat mit ihrer vielfältig schädlichen Politik - von unseriöser Haushaltsführung bis zum Erlass innovationsfeindlicher Gesetze, wie z. B. dem Gentechnikgesetz - Wachstum in Deutschland ausgebremst.

2. Die Ausbildungshemmnisse müssen beseitigt werden. Die Lehrlingsvergütung gehört auf den Prüfstand. Sie ist für kleinere Betriebe oft die entscheidende Hürde für die Einstellung von Auszubildenden. Nicht jedes kleine Einzelhandelsgeschäft in Berlin kann knapp 700 Euro Ausbildungsvergütung zahlen, nicht jeder brandenburgischer Gärtner 540 Euro für seinen unter 18-jährigen Lehrling. Die Union wird größere Freiräume bei der Vergütung schaffen. Im Einzelfall soll bis zu 30 Prozent von der tariflichen Vergütung abgewichen werden können.

Wir werden zudem das Jugendarbeitsschutzgesetz auf Ausbildungshemmnisse überprüfen. Auszubildende im Restaurantfach müssen gelegentlich auch einmal nach 22.00 Uhr arbeiten dürfen.

Beim Kündigungsschwellenwert sollen Auszubildende künftig nicht mehr mitgezählt werden.

Nicht bewährt hat sich die Abschaffung des Meisterzwangs für einige Berufe. Dort sind die Ausbildungszahlen dramatisch zurückgegangen. Die Kultur im Handwerk hat extrem gelitten. Die Union wird diese Regelung überprüfen.

3. Der Einstieg theorieschwächerer Jugendliche ins Berufsleben muss erleichtert werden. Das gelingt über Stufenausbildungen. Die Union konnte bei der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes im Januar 2005 erreichen, dass sie aufgewertet werden. Auf diesem Weg müssen wir weiter gehen. Stufenausbildungen sind keine Schmalspurausbildung. Es kann allerdings nach der ersten Ausbildungsphase ein Abschluss gemacht werden. In weitern Modulen geht es dann zur Höherqualifizierung bzw. in die Weiterbildung.

4. Die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen muss verbessert werden. Die jüngst veröffentlichten PISA-Ergebnisse waren eine schallende Ohrfeige für die Bildungspolitik in den rot-grün regierten Ländern. Schüler im bisher rot-grün regierten Nordrhein-Westfalen hinken zum Teil mehr als ein Schuljahr hinter bayerischen Schülern hinterher. Es muss Schluss sein mit der Nivellierung auf niedrigem Niveau. Von Anfang an muss wieder mehr auf Leistung gesetzt werden. Die Hauptschulen müssen gestärkt werden. Gute Hauptschulabgänger werden gebraucht. Auch in Zukunft gibt es Tätigkeiten mit geringem Theorieanteil, die verlässlich von guten Hauptschülern bewältigt werden können. Die unionsgeführten Bundesländer setzen richtigerweise konsequent auf Berufsorientierung in der Hauptschule.

 

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen BundestagPlatz der Republik 1, 11011 Berlin mailto:fraktioncducsu.de Politik mit Durchklick http://www.cducsu.de



Quelle: CDU/CSU-FRAKTION / pressrelations.de

03.08.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 106 X

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