Sofortprogramm der Union - Soll die Mehrwertsteuer um mehr als zwei Punkte steigen?
04. August 2005 - Zur Ankuendigung des CDU-Generalsekretaers Kauder, schon zum 1. Januar 2006 ein Gesetz zur Senkung der Arbeitslosenversicherung zu realisieren, erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poss:
Die von der Union in ihrem Wahlprogramm angekuendigte Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags um zwei Prozentpunkte auf 4,5 Prozent ist nicht mit der gleichzeitig angekuendigten Erhoehung der Mehrwertsteuer um ebenfalls zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent zu finanzieren. Wenn die Union das behauptet, dann taeuscht sie die Waehlerinnen und Waehler.
Vielleicht ergibt sich durch die Erhoehung der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte nach der Rechenmethode von Frau Merkel brutto die erforderliche Summe zur Gegenfinanzierung, netto kann der Bund mit dem ihm zustehenden Anteil an der Mehreinnahmen einer Umsatzsteuererhoehung aber keine vollstaendige Finanzierung bestreiten.
Die Bundeslaender, auch die von der Union regierten, werden ihren Anteil an den Mehreinnahmen aus einer Umsatzsteuererhoehung nicht an den Bund abtreten und es waere auch zeitlich gar nicht moeglich, so schnell das erforderliche Gesetz zur Aenderung der Umsatzsteuerverteilung, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, in Kraft zu setzen.
Zudem wuerden die Bundeslaender als Verbraucher und Investoren durch die Anhebung der Mehrwertsteuer um rund 270 Millionen Euro belastet. Zwar wuerden sie durch eine Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags als oeffentliche Arbeitgeber um rund 220 Millionen Euro entlastet, auf der anderen Seite stuenden aber Mehrbelastungen durch zusaetzliche Kosten beim Sachaufwand und Investitionen von rund 490 Millionen Euro.
Wenn die Union vor diesem Hintergrund ankuendigt, den Arbeitslosenversicherungsbeitrag zum 1. Januar 2006 um zwei Prozentpunkte zu senken, dann kann das nur funktionieren, wenn sie die Mehrwertsteuer um mehr als zwei Prozentpunkte erhoeht. Frau Merkel sollte ehrlich sagen, ob sie auch hier brutto mit netto verwechselt hat.
© 2005 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
Quelle: SPD / pressrelations.de
04.08.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 171 X
Top Tags
Mehrwertsteuer brutto Ankuendigung Erhoehung Finanzierung Prozentpunkte Arbeitslosenversicherungsbeitrags Bundesrates Bund Mehreinnahmen Euro Frau Millionen Arbeitgeber Anhebung Arbeitslosenversicherung SPD-Bundestagsfraktion Merkel Anteil Bundeslaender Gesetz Senkung netto Arbeitslosenversicherungsbeitrag Aenderung erforderliche Prozent Umsatzsteuererhoehung CDU-Generalsekretaers Union
Vorherige Artikel
JobScout24-Umfrage - Quereinstieg als Karrierechance? Bewerber und Personalverantwortliche uneins
München, 03. August 2005 – Die Beschäftigung in einem "fachfernen" Aufgabengebiet sehen viele Bewerber als eine echte Karrierealternative. Über drei Viertel (78 Prozent) sind der Mei
Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie [1] Juni 2005
04.8.2005 - Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen verlief im Juni ausgesprochen lebhaft. Die Auftragseingänge stiegen vorläufigen Angaben zufolge[2] preis- und saisonbereinigt[3] zu
ERGO mit gutem Ergebnis zum Halbjahr
Düsseldorf, den 4. August 2005 - Die ERGO Versicherungsgruppe AG legt mit 447 (338) Mio. EUR zum Halbjahr ein stark gesteigertes operatives Ergebnis vor. Auch das Konzernergebnis nach Steuern fi
Nächste Artikel
Japan: Binnennachfrage weiter freundlich
Trotz eher robuster Makrodaten ist das Wachstum der japanischen Verbraucherpreise weiterhin negativ. So betrug der Tokio-CPI-Index im Juli -0,4% im Jahresvergleich. Aller-dings soll der Verfall de
RegioSolar: Regionale Solarinitiativen treffen sich im November in Fürstenfeldbruck
RegioSolar: Regionale Solarinitiativen treffen sich im November in Fürstenfeld-bruck Am 04./05. November wird Fürstenfeldbruck zum Treff-punkt von regionalen Solarinitiativen aus ganz Deuts
USA: Stimmung hellt sich auf
Erwartungsgemäß hat sich die wirtschaftliche Dynamik in den USA im zweiten Quartal abgeschwächt. Die Wachstumsrate ist mit annualisierten 3,4% hinter dem Wachstum des ersten Quartals
comdirect im Juli: alle Kennzahlen legen zu - Wertpapierorders auf Jahreshoch
05.08.2005 - Die comdirect bank ( www.comdirect.de ) hat im Juli 590.803 Wertpapierorders ausgeführt, im Juni lag dieser Wert bei 557.890 Trades. Die Zahl der aufgegebenen Orders betrug im Juli
RAS: Treue Kunden durch besten Service
Der Kunde stand seit einigen Jahren im Zentrum der Philosophie von RAS. Dieser Fokus hat die Erneuerung der italienischen Allianz Gesellschaft vorangetrieben.RAS - Riunione Adriatica di Sicurta - Ma