"Vier Neuzugänge nach einer Saison - das wäre der Idealfall"
Beine hoch, die Seele baumeln lassen, die Sonne am Strand genießen, oder zu Hause einfach nur entspannen und relaxen - für Otto Sykora einmal mehr ein schöner Traum denn angenehme Realität. Wenn auch nicht gleich alle Aktivitäten in der Tigers-Zentrale ein öffentliches Thema waren, vom berühmt-berüchtigten Sommerloch konnte bei Nürnbergs Sportdirekter keine Rede sein.
Bis auf eine zehntägige Türkei-Kurzreise mit Ehefrau Eva und seinen zwei Töchtern war einiger Stress für Sykora (Foto) angesagt in diesen Sommermonaten, gesundheitliche Probleme und ein Schwächeanfall inklusive. "Da kam einiges zusammen, und dann hat sich mein Körper halt gewehrt." Zwei Turniere (Kreuzlingen, Mercure-Cup), etliche Spieltermine und der Trainingsplan zur Vorbereitung mussten koordiniert und organisiert werden, und natürlich standen die Personalfragen zur Klärung an.
Dreizehn Neuzugänge und deren Berater waren es, mit denen sich Sykora am Verhandlungstisch oder per Telefon auseinandersetzen musste. Nicht gerade wenig Arbeitsaufwand und sicher kein optimaler Zustand, gesteht Sykora: "Der Idealfall wäre - und das schwebt natürlich auch mir vor -, dass nach jeder Saison maximal vier Spieler ausgetauscht werden müssen", so der Sportdirektor gegenüber der Nürnberger Abendzeitung
Zusammen mit dem Mannheimer Manager Markus Kuhl ist Otto Sykora der dienstälteste sportliche "Macher" in der DEL. Aber auf Grund der finanziellen Rahmenbedingunmgen hat sein Kollege bei den viermaligen Meister-Adlern nach wie vor ein leichteres Arbeiten. Sykora: "Beispiel Pascal Trepanier. Der war bei uns mit der bestbezahlte Spieler - und jetzt verdient er in der Schweiz das Doppelte. Oder nehmen wir das Sturmtrio Petr Fical, Yan Stastny, Herbert Vasiljevs. Zweifellos eine der besten Reihen der Liga - und die drei haben zusammen so viel verdient wie Patrick Lebeau in Frankfurt allein", so Sykora im AZ-Interview weiter.
Obwohl die Ice Tigers nicht auf Rosen gebettet sind, ist Sykora überzeugt, dass sich die Zuschauer auf die neue Saison freuen können: "Wir werden auch unter unserem neuen Trainer Benoit Laporte offensives Eishockey erleben, aber körperbetonter. Denn wir haben nicht nur mehr erfahrene, erfolgsorientierte Spieler, sondern auch einige robustere Cracks im Kader. Diesbezüglich hatten wir in der letzten Saison Defizite. Siehe das Playoff-Aus gegen Mannheim. Ich wünsche mir, dass die gegnerischen Mannschaften mit, sagen wir mal, gemischten Gefühlen nach Nürnberg kommen. Wir wollen unseren Fans ehrlichen Sport bieten. Und wenn jeder Einzelne immer alles gibt, dann kann man auch mal verlieren. Die Fans sollen die Saison genießen - und zwar möglichst ein bisschen länger als letztes Mal."
Das komplette Interview "Treffpunkt Grand-Hotel" mit Ice Tigers-Sportdirektor Otto Sykora erscheint an diesem Samstag (6.8.) in der Abendzeitung Nürnberg. (MR)
Immer aktuelle News auf http://www.icetigers-nuernberg.de Alle Fanartikel im Ice Tigers-Shop: http://www.icetigers-shop.de/
Quelle: NÜRNBERG ICE TIGERS / pressrelations.de
05.08.2005 - 10:05 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 289 X

RSS Feed