Exklusiv-Interview mit Bundeskanzler Gerhard Schröder über zukünftige selbststständige Neben-Tätigkeiten in Deutschland
Branchenfachzeitung Network-Karriere am 15.8.2005 (Ausgabe 09/05 – Aug./Sept. 2005)
Exklusiv-Interview mit Bundeskanzler Gerhard Schröder Auszug aus dem kommenden Interview:
Network-Karriere: Welche Rolle werden künftig selbständige Nebentätigkeiten in Deutschland spielen? Wie wollen Sie die Voraussetzungen dafür verbessern?
Bundeskanzler Gerhard Schröder: Die zukünftige Rolle selbständiger Nebentätigkeiten lässt sich nur schwer prognostizieren. Für manche Menschen sind sie Zuverdienstmöglichkeit, für andere wiederum sind sie eine Art Testphase, um zu erproben, ob das eigene Geschäftskonzept für eine hauptberufliche Tätigkeit taugt. Existenzgründer und junge Unternehmen sind unverzichtbare Impulsgeber für eine positive Standortentwicklung, für mehr Wachstum und mehr Beschäftigung. Wir haben daher die Anreize zur Aufnahme einer selbstständigen Beschäftigung auch im Bereich der Nebenerwerbstätigkeit deutlich verbessert. Ich erinnere hier nur an die Steuerreform oder an die beiden für Nebenerwerbstätigkeiten geeigneten Förderkreditprogramme der KfW-Mittelstandsbank, das Mikrodarlehen und das Startgeld. Gerade in der Startphase haben angehende Unternehmer zudem oft mit bürokratischen Hürden, mit zeitraubender Informationsbeschaffung und langwierigen Genehmigungsprozessen zu kämpfen. Deshalb wollen wir, dass das sogenannte "One stop shop"-Prinzip in Deutschland zur Regel wird.
Network-Karriere: Ist eine Selbständigkeit im Direktvertrieb in Ihren Augen eine ernsthafte Alternative für arbeitslose Menschen?
Bundeskanzler Gerhard Schröder: Selbständige Tätigkeiten im Direktvertrieb sind sicher eine Möglichkeit für arbeitslose Menschen, sich eine neue berufliche Existenz aufzubauen. Wichtig ist aber, dass Arbeitslosen gerade beim Start in die Selbständigkeit keine unverhältnismäßigen finanziellen Risiken aufgebürdet werden. Zudem muss gewährleistet sein, dass sie nicht im Bereich der Scheinselbständigkeit tätig sind.
Network-Karriere: Was halten Sie in diesem Zusammenhang von der Brancheninitiative "100.000 Jobs für Deutschland" (Info unter www.100000jobs-info.de )? Was kann die Direktvertriebsbranche aus Ihrer Sicht tun, um in der Öffentlichkeit das Ansehen zu erreichen, das ihrer sozial- und wirtschaftpolitischen Bedeutung gerecht wird? (Anmerkung der Redaktion: Über 500.000 Menschen sind in Deutschland in dieser Branche haupt- und nebenberuflich auf selbständiger Basis tätig und setzen 4,7 Milliarden Euro um.)
Bundeskanzler G.Schröder:
Die Bundesregierung begrüßt grundsätzlich jede Initiative, die arbeitslosen Menschen eine neue Perspektive auf eine reguläre Erwerbstätigkeit eröffnet. Auch der Direktvertrieb kann Menschen eine Chance bieten. Was das Ansehen betrifft: Ich glaube, dass dies in der Hand der Branche selbst liegt. Produkte und Verkaufsmethoden müssen seriös sein und der Verbraucherschutz beachtet werden.
Weitere Informationen über die 100000job-Aktion in Deutschland unter www.100000jobs-info.de
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Quelle: NATURAL PRODUCTS / pressrelations.de
08.08.2005 - 10:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 86 X

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