Müller: In Bayern Leitbild der Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise verwirklicht
Mit dem Aktionsprogramm Bayern Agenda 21 und der Kommunalen Agenda 21 haben Staat und Kommunen das Leitbild der Nachhaltigkeit in Bayern schon auf vielfältige Weise integriert.
München, 15. Juni 2005 - Mit dem Aktionsprogramm Bayern Agenda 21 und der Kommunalen Agenda 21 haben Staat und Kommunen das Leitbild der Nachhaltigkeit in Bayern schon auf vielfältige Weise integriert. Umwelt- und Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller erläuterte dem von der Bundesregierung eingesetzten Rat für Nachhaltige Entwicklung bei dessen Tagung in Wiesenfelden den bayerischen Weg für mehr Nachhaltigkeit. "Eine ökologisch verträgliche, wirtschaftlich erfolgreiche und sozial gerechte Entwicklung als Ausdruck der Nachhaltigkeit ist ein Leitprinzip in der bayerischen Politik. Nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe für alle, weil sie alle Lebensbereiche betrifft. Und hier fördern wir mit verschiedenen Maßnahmen die Aktivierung der Kommunen und Bürger ", betonte Müller und machte deutlich, dass die Kritik des Rates nach mangelnder Auseinandersetzung der Länder und Kommunen in Deutschland mit dem Thema Nachhaltigkeit jedenfalls für Bayern nicht zutrifft. So seien die Verpflichtung zu einem ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung, der Umweltpakt Bayern als Deutschlands erfolgreichste Umweltvereinbarung mit der Wirtschaft, das Klimaschutzbündnis oder das Bündnis gegen den Flächenverbrauch herausragende Beispiele für das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit.
Zudem haben, so Müller, über 800 Kommunen, also rund 40 Prozent in Bayern einen Agenda 21-Prozess begonnen. Damit seien die bayerischen Kommunen europaweit führend. Die KommA 21 Bayern als zentrale, vom Staat eingerichtete Stelle ist dabei Partner der Kommunen. Mit Leitfäden, Arbeitshilfen, Informationsangeboten, Praxisratgebern, Wettbewerben um die besten Ideen, Förderung von Modellvorhaben und kontinuierlicher Evaluierung der Maßnahmen stehen viele Instrumente bereit, den Prozess der Nachhaltigen Entwicklung weiter voranzubringen. "Die Kommunen haben die Chancen erkannt, mit Hilfe des Agendaprozesses zusammen mit den Bürgern Zukunft aktiv zu gestalten. Gerade bei brennenden Zukunftsthemen bietet die Kommunale Agenda Lösungsansätze besonders im Klimaschutz, in der Gesundheitsvorsorge oder bei der Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen", machte die Staatssekretärin deutlich. Beispiele seien: Projekte in Natur- und Klimaschutz, soziale Initiativen, Engagement im Regionalmarketing, Bau und Betrieb dezentraler Biomasse-Heizkraftwerke, Aufbau eines Pflanzenöl-Tankstellennetzes in einer Region, Patenschaften für Pflege seltener Naturschätze durch Freiwillige, Beteiligung von Bürgern an Planung, Bau und Betrieb öffentlicher Einrichtungen oder sparsamer Umgang mit Bauland.
Als weitere wichtige Säule für mehr Nachhaltigkeit ist Müller zufolge die außerschulische Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung in Bayern ganz groß geschrieben: "Menschen sensibilisieren für ihr Umfeld, für ihre Umwelt im umfassenden Sinn ist entscheidende Grundlage für den Wandel zu einem persönlichen Lebens- und Wirtschaftsstil der Nachhaltigkeit." Die 33 derzeit anerkannten Umweltstationen und vielen weiteren Umweltbildungseinrichtungen von Verbänden, Kommunen und Kirchen erreichen jährlich über 400.000 Besucher.
Weitere Informationen: http://www.agenda21.bayern.de
15.06.2005 - 22:41 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 1070 X
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