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DWP in Bewegung – Studierendenproteste


(Saydam.de) Nachdem das Dekanat dem Fakultätsrat in seiner Sitzung am 11. April d.J. Eckpfeiler der künftigen Fakultätssatzung und der Ressourcensteuerung für die Zeit nach der Gründungsphase vorgelegt hatte, berief der Fachschaftsrat des Departments Wirtschaft und Politik am Mittwoch, 18.04.07, eine außerordentliche Vollversammlung der Studierenden ein. Auf dieser Vollversammlung wurde u.a. beschlossen, den darauf folgenden Tag als hochschulpolitischen Aktionstag zu nutzen.

DWP soll nun gestrichen werden und dafür die Departments für Soziologie, BWL und VWL entstehen.

Bereits vor zwei Jahren war die HWP von Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger in die Universität Hamburg fusioniert worden. Die vorher eigenständige Hochschule war dem CDU Senat, aufgrund ihrer Gewerkschaftsnähe und der kritischen Ausrichtung der Lehre, ein Dorn im Auge. „Man will zu Ende bringen was man begonnen hat, nämlich die HWP begraben! Unser Dekan, Herr Weber und sein Geschäftsführer haben versucht die Verwaltungsstruktur unseres Departments und des dazugehörigen interdisziplinären Sozialökonomischen Studiengangs in einem undurchsichtigen Prozess einfach verschwinden zu lassen" beklagt der Studierendenvertreter aus dem Fakultätsrat, Oliver Buck. Geplant war, die Umstrukturierungs"maß"nahmen ohne nähere Befassung der Betroffenen noch innerhalb dieses Jahres in einem Schnellverfahren zu verabschieden.

Befürchtet wird, dass die in diesem Umfang bundesweit einmalige Möglichkeit ohne Abitur studieren zu können ausgehebelt wird. Schon jetzt werden Arbeiter- und Migrantenkinder von Hochschulbildung ausgegrenzt. Nur 10% der Studierenden kommen aus diesen Schichten. „Das wäre ein weiterer Schritt in Richtung eines deutschen Zweiklassen-Bildungssystems, wie es erst kürzlich von einem UN-Vertreter kritisiert wurde. Die Art und Weise, wie das DWP abgewickelt werden soll, ist eine Frechheit. Wir wollen weiter einen offen Hochschulzugang, Interdisziplinarität und ein gutes Betreuungsverhältnis im Sinne der HWP" kommentiert Britta Hamann vom Fachschaftsrat des DWP.

Jetzt sollen die Ressourcen des DWP auf die Departments Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verteilt werden. Nach Ansicht der Studentenschaft, verstoßt das Vorhaben gegen das Hamburger Hochschulgesetz und die hochschulpolitischen Vorgaben, die für die Integration der HWP in die Universität Hamburg zuvor ausgehandelt wurden.(...) Sie sind aus Sicht des DWP vielmehr unpraktikabel und werden in absehbarer Zeit zur Einstellung des dortigen Studienbetriebs führen."

Der Bundesjugendvorstand der ver.di Jugend erklärt sich solidarisch mit den protestierenden Studierenden des Department Wirtschaft und Politik der Hamburger Universität (DWP)

Das Department Wirtschaft und Politik (DWP) ist als Nachfolgeeinrichtung der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) seit dem 1. April 2005 Teil der Universität Hamburg und bildet gemeinsam mit den Departments Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Das DWP richtet sich mit seinem Bildungsangebot vor allem an Berufserfahrene. Zum Profil des DWP gehören das Studium ohne Abitur, das gestufte Bachelor- und Masterkonzept mit Abschlüssen nach sechs Semestern (Bachelor) und zehn Semestern (Master), die Interdisziplinarität und Praxisorientierung sowie die internationale Ausrichtung. Im interdisziplinär ausgerichteten Bachelorstudiengang (B.A.) erwerben Sie im ersten Studienjahr Grundlagenkenntnisse in den Fächern BWL, VWL, Soziologie und Wirtschafts- und Arbeitsrecht, um sich sodann in einem der Fächer zu spezialisieren.

Kurzer Dokumentarfilm über die ersten Studierendenproteste an der ehemaligen Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP)

Link: http://www.saydam.de/front_content.php?idcat=229&idart=685


Quelle: focusconsult Özalan, Siyavus und Kollegen / pressbot.net

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Firma: focusconsult Özalan, Siyavus und Kollegen
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27.04.2007 - 22:45 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 363 X

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