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Schnappauf: Bayern schließt Vorsorgekonzept ab




"Medikamente für alle infektionsgefährdeten Personen bestellt"

"1,9 Mio. Therapieeinheiten (15% der Bevölkerung) für 22,4 Mio. Euro"

München, 09. August 2005 - Bayern hat jetzt sein Pandemie-Vorsorgekonzept abgeschlossen. Insgesamt beschafft der Freistaat für 15 Prozent der bayerischen Bevölkerung antivirale Medikamente, um im Fall einer Infektion auch tatsächlich die zur Behandlung notwendigen Mengen zur Verfügung zu haben. Diese Medikamente sind nötig, um bei einer beginnenden weltweiten Epidemie (Pandemie) den Zeitraum zu überbrücken, bis ein Impfstoff gegen das Grippe-Virus entwickelt ist, sagte Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf. Als besonders infektionsgefährdet sind ältere Menschen, Kinder oder Personen mit Vorerkrankungen sowie Personen, die für die Behandlung der Erkrankten und der Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung verantwortlich sind, einzustufen. "Mit der heutigen Entscheidung des Kabinetts zum Kauf von insgesamt rund 1,9 Millionen Therapieeinheiten ist die Versorgung für 15 Prozent der Bevölkerung gesichert. Damit liegt Bayern als eines der bevölkerungsreichsten Bundesländer mit Nordrhein-Westfalen gleichauf, die für rund 14,5 Prozent bestellt haben," so der Minister.

Die von Schnappauf ausgehandelte Rahmenvereinbarung mit den Medikamentenherstellern sah ein gestuftes Verfahren aus zwei Bestellrunden vor. In der ersten Runde im Juli bestellte Bayern bereits für rund 15,25 Millionen Euro; jetzt bot sich noch einmal die Gelegenheit, für weitere 7,15 Millionen Euro zu ordern. Schnappauf: "Wir legen jetzt einen Medikamentenvorrat an, damit wir bei einer Grippe-Epidemie nicht vor leeren Regalen stehen."

Der Gesundheitsminister machte nochmals klar, dass die bestellten Mengen nur für Therapiezwecke bevorratet werden, um im Ernstfall etwaige Lieferengpässe in den Apotheken auszugleichen. Die Bevorratung sei aber nicht als Ersatz für die Eigenverantwortung jedes Einzelnen zu verstehen, so Schnappauf weiter. Deshalb sollten insbesondere Geschäftsreisende und Touristen, die in Gebiete reisen, in denen die Vogelgrippe vorkomme wie beispielsweise Südostasien, Russland oder Kasachstan, sich vorsorglich mit einem Arzt in Verbindung setzen.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de



Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de

09.08.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 160 X

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