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Umweltministerium unterstützt Landesverband Saarländischer Imker mit 29 000 Euro




"Wussten Sie, dass für ein einziges Glas Honig rund 50 000 Bienen einen Tag lang gearbeitet und dabei fast sieben Millionen Blüten besucht haben?"

Die Bienenzucht, die auch im Saarland eine lange Tradition besitzt, liefert uns aber nicht nur süßen Honig. Als Sektor der Landwirtschaft leistet sie auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts und zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Aus diesem Grund gewährt das saarländische Umweltministerium dem Landesverband Saarländischer Imker einen Zuschuss in Höhe von 29 000 Euro.

Das Programm zur Förderung für Maßnahmen zur Verbesserung der Erzeugung und Vermarktung von Honig umfasst insbesondere Maßnahmen zur technischen Hilfe und zur Bekämpfung der Varroatose und der mir ihr verbundenen Krankheiten.

Neben den Laboruntersuchungen, die für die Feststellung der physikalisch-chemischen Merkmale des Honigs und zur Qualitätsbestimmung notwendig sind, unterstützt das Umweltministerium den Landesverband Saarländischer Imker insbesondere bei der so genannten Varroatosebekämpfung.

Bei der Varroa handelt es sich um eine Bienenkrankheit, die durch die Varroa-Milbe übertragen wird. Bereits eine einzige Milbe kann eine schlüpfende Biene in ihrer Brutzelle so schädigen, dass sie bestimmte Aufgaben in der Arbeitsteilung nicht ausführen kann. Um die Varroatose-Schäden möglichst gering zu halten, muss der Befallsgrad des betroffenen Bienenvolkes möglichst gering gehalten werden. Aus diesem Grund müssen die Bienenvölker mit varroaziden Behandlungsmitteln (z.B. Ameisensäure, Milchsäure, Oxalsäure oder Perizin) behandelt werden. Weil die Kosten für die Beschaffung der entsprechenden arzneimittelrechtlich zugelassenen Behandlungsmitteln sehr hoch sind, gewährt das Umweltministerium hierfür einen Teil der Ausgaben.

Darüber hinaus werden mit Hilfe des Zuschusses auch Veranstaltungen zur Aus- und Weiterbildung der Imker sowie der Bienensachverständigen finanziert. In besonderer Weise gehören hierzu auch Lehrgänge und Informationsveranstaltungen zu Bienenkrankheiten, Züchtertagungen und Fachtagungen.

Die Imkerei hat in der Kulturgeschichte einen festen Platz. Bereits die alten Ägypter hielten die Biene als Haustier. Und schon bei den Griechen wurde Honig als Schönheits- und Heilmittel geschätzt. Bis ins späte Mittelalter war Bienenhonig noch das einzige Süßungsmittel, das zur Verfügung stand.

In der Jahrtausenden alten Geschichte des Honigs hatte dieser noch zu keinem Zeitpunkt soviel Konkurrenz wie heute. Eine Vielzahl neuartiger Produkte, die aus Süßungsmitteln, Farb- und Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und anderen chemischen Zusatzstoffen zusammengestellt werden, haben Naturprodukte wie Honig, Butter und Vollmilch verdrängt.

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass die Imkerei neben den Produkten Honig und Wachs einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Natur und Landschaft leistet. In Untersuchungen ist belegt, dass etwa 80 Prozent der auf Insektenflug angewiesenen Kulturpflanzen von Honigbienen bestäubt werden.

Mit der Blütenbestäubung übernehmen die Bienen vor allem für den Streuobstanbau und für den Fortbestand vieler Wildblütenpflanzen wichtige ökologische Funktionen. Ohne Bestäubung durch die Bienen wäre es um die über 2 500 Hektar große Baumobstflächen und weitere Strauch- und Erdbeerenflächen im Saarland schlecht bestellt, weil die quantitativ und qualitativ hochwertigen Erträge nicht erzielt werden könnten. Die Bienen und indirekt auch die Imker leisten somit einen außerordentlich wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Sie sind aber auch wichtige Partner, wenn es um die Belange des Naturschutzes geht.

 

Internet-Link zur Druckversion: http://www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=7936 Rückfragen zum Inhalt unter mailto:presseUmweltsaarland.de

 

 



Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT DES SAARLANDES / pressrelations.de

11.08.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 185 X

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