Die sportlichen Seiten von Ganghofer: Tennisturnier, Schießwettbewerb sowie Wanderungen und Radtouren im September-Programm des Ganghofer-Jahres
Die sportlichen Seiten von Ganghofer
Tennisturnier, Schießwettbewerb sowie Wanderungen und Radtouren im September-Programm des Ganghofer-Jahres
Kaufbeuren (jm).
Ganz im Zeichen des Sports steht der September im Ganghofer-Jubiläumsjahr der Stadt Kaufbeuren. Ob Tennis spielen, Rad fahren oder Schießen – der bekannte Heimatdichter, der am 7. Juli 1855 in der ehemals freien Reichsstadt geboren wurde, hatte auch seine sportliche Seiten.
Dem tragen die Organisatoren des Veranstaltungsreigens anlässlich des 150. Geburtstags von Ludwig Ganghofer mit einem Tennisturnier, einer Wanderung, einer Radtour und einem Schießwettbewerb im Veranstaltungskalender Rechnung. Aber auch die Theater- und Literaturliebhaber kommen nicht zu kurz. Sie dürfen sich die Aufführung des Stücks "Der Jäger vom Fall" und eine Lesung mit dem ebenso bekannten wie beliebtem Schauspieler Peter Pius Irl freuen.
Den Auftakt für die "Sportwochen" bilden die Wanderungen am 10. und 11. September durch das Jagdrevier von Ludwig Ganghofers Vater, das bis heute noch in Teilen erhalten ist. Die Marschfreunde Kaufbeuren bieten damit ein Stück Geschichte in Gottes schöner Natur an, deren wohltuende Idylle Ganghofer in vielen seiner Romane thematisiert hat. Gelaufen wird auf drei unterschiedlichen Routen mit einer Länge von fünf, zehn und 20 Kilometern. Start ist jeweils zwischen 7 und 12 Uhr am Jakob-Brucker-Gymnasium (Neugablonzer Straße 38).
Ein Radausflug in den "Holzwinkel" von Welden steht am 17. September auf dem Programm. 1859 war August von Ganghofer, der Vater des Schriftstellers, zum Revierförster in Welden bei Augsburg ernannt worden. Ludwig verbrachte hier seine Jugendjahre und nahm aus den Wäldern viele prägende Eindrücke für sein späteres schriftstellerisches Schaffen mit. Treffpunkt ist um 8 Uhr am Parkplatz beim Waldfriedhof (Augsburger Straße). Die Abfahrt erfolgt zunächst im eigenen Pkw).
Der Rad Club Kaufbeuren organisiert darüber hinaus am 25. September (Start 9 bis 10 Uhr) Fahrradtouren rund um Kaufbeuren. Der sportliche Ludwig Ganghofer schwang sich zu Lebzeiten voller Begeisterung auf die Neuerfindung Fahrrad. Die große Runde der Ganghofer-Tour 2005 führt über 56 Kilometer und schlägt einen Bogen im Westen Kaufbeurens zwischen Biessenhofen, Aitrang, Eggenthal und Schlingen. Wer es gemütlicher angehen will, der begibt sich auf eine der beiden kürzeren Runden (32 bzw. 16 Kilometer). Start- und Zielpunkt ist beim Sudhaus der Aktienbrauerei Kaufbeuren, wo sich die Teilnehmer mit Getränken erfrischen können.
Der TC Kaufbeuren erinnert am 17. und 18. September mit einem Tennisturnier an Ganghofers Liebe für das Spiel mit der kleinen Filzkugel. Auf dem Grundstück des berühmten Jagdhauses "Hubertus" von Ludwig Ganghofer gab es sogar einen eigenen Tennisplatz, auf dem Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal oder Richard Strauß sowie viele andere Literaten und Kunstschaffende aufschlugen. Das Besondere an dem Ganghofer-Gedächtnis-Turnier des TC Kaufbeuren: Die Mixed-Spielerpaare müssen zusammen ein Alter von mindestens 75 Jahren vorweisen (Anmeldeschluss: 13. September, Infos: www.tc-kaufbeuren.de) .
Als passionierter Jäger stand Ludwig Ganghofer auch dem Schießsport aufgeschlossen gegenüber. Zu Ganghofers 50. Geburtstag hatte Ludwig Thoma erstmals das "Ganghofer-Schießen" arrangiert. Daran nahmen unter anderem zahlreiche Künstler der Satirezeitschrift "Simplicissimus" teil. Die Kaufbeurer Schützenvereine erinnern an diese Tradition mit einem Luftgewehr- und Luftpistolenschießen im Rahmen der Stadtmeisterschaft vom 19. September bis 9. Oktober.
Wem das alles viel zu sportlich ist, der darf sich auf die Aufführung des Stücks "Der Jäger von Fall" am 28. September freuen. Gespielt wird das wohl bekannteste Ganghofer-Theaterstück vom Berchtesgadener Bauerntheater. Es geht darin um Liebe, geheuchelte Gefühle, Wilderer-Romantik und finstere Machenschaften. Beginn ist um 20 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren.
"Auf dem Boden der Kunst muss man ein Eigener sein!" So lautet der Titel der Lesung von Peter Pius Irl am 30. September sowie 1. und 2. Oktober. Ludwig Ganghofer hatte diesen Satz in seiner Autobiografie "Lebenslauf eines Optimisten" geprägt. Irl, dem als künstlerischer Leiter im vergangenen Jahr mit dem Kemnater Theaterverein eine eindrucksvolle Inszenierung von Ganghofers historischem Roman "Das Neue Wesen" gelungen war, stellt für die Lesung eine Collage aus Texten und Musik zusammen, in der Ganghofers erzählerisches Können zum Erlebnis wird. Für die musikalische Umrahmung mit Gesang und Instrumentalmusik sorgen die Kemnater Sängerinnen und Mitglieder des Ensembles der Burgspiele. Die Lesung beginnt jeweils um 20 Uhr im Burgstadl beim Römerturm.
Nachgeholt wird die Matinée zum Todestag von Ludwig Ganghofer, die eigentlich für den 24. Juli im "kunsthaus kaufbeuren" geplant war, und wegen der Erkrankung eines Schauspielers des "theaters kaufbeuren" ausfallen musste. In der Matinée wird ein biografischer Bogen von der Geburt im Allgäu über viele Stationen bis zum Tod am Tegernsee geschlagen. Nicht Texte von, sondern über Ganghofer, Notizen von Zeitgenossen und andere Fragmente sind Mosaiksteine, die zusammengesetzt ein abwechslungsreiches Leben ergeben. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Gruppe "Allegra".
Datum: voraussichtlich 6. November, als Finissage der Ausstellung.
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Weitere Informationen: Verkehrsverein Kaufbeuren e.V., Kaiser-Max-Straße 1, 87600 Kaufbeuren, Telefon 08341/40405, Telefax 08341/73962, E-Mail: tourist-info
kaufbeuren.de www.ganghofer.kaufbeuren.de www.kaufbeuren-tourismus.info
Quelle: VERKEHRSVEREIN KAUFBEUREN / pressrelations.de
11.08.2005 - 18:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 346 X