Unfallursache Leichtsinn
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(djd/pt). Die Unfallstatistiken sprechen eine deutliche Sprache: Rund sechsmal höher ist das Unfallrisiko in der kalten Jahreszeit im Vergleich zum Sommer. Erstaunlich ist es daher, wie leichtfertig viele Autofahrer immer noch mit den Risiken des Winters umgehen. Es ist daher Zeit, mit ein paar Fehleinschätzungen und Vorurteilen aufzuräumen.
"Ich fahre seit Jahren unfallfrei."
Wer sich in falscher Sicherheit wiegt, neigt zur Selbstüberschätzung. Deshalb raten Experten, den eigenen Fahrstil immer wieder zu prüfen: Ist die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen angepasst? Wird genügend Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen eingehalten? Weniger als ein halber Tacho Abstand ist gefährlich und wird heute mit Fahrverboten und drastischen Geldbußen geahndet - auf winterlichen Straßen sollte er sogar dreimal so groß sein. Wenn dann noch Sommerreifen den Kontakt zur winterlichen Fahrbahn herstellen sollen, kann auch der erfahrenste Fahrzeuglenker wenig ausrichten. Auf einem leeren Parkplatz sollte das Verhalten des Autos beim langsamen Anfahren und Abbremsen auf Schnee erprobt werden; das ist sicherer als ein unfreiwilliger "Rutschtest" auf der Fahrt in den Skiurlaub.
"Solange weder Schnee noch Eis drohen, sind Sommerreifen sicherer."
"Bereits unter einer Temperatur von 7 Grad über Null bieten Winterreifen einen deutlichen Sicherheitsgewinn gegenüber Sommerreifen - etwa mit kürzeren Bremswegen." Das sagt einer, der es wissen muss: Dr. Burkhard Wies leitet die Pkw-Reifen-Entwicklung bei Continental (www.conti-online.com). Unter 7 Grad plus werden Sommerreifen hart, erhöhter Abrieb verkürzt zudem ihre Lebenserwartung um bis zu 20 Prozent. Die Gummimischung eines modernen Hightech-Winterreifens bleibt dagegen selbst bei Minusgraden flexibel. Gerade morgens, wenn viele zur Arbeit fahren, kann es auch im Herbst oder Frühjahr empfindlich kühl werden.
"Diesen Winter müssen’s die Alten noch mal tun."
Wenn Winterreifen weniger als 4 Millimeter Profiltiefe haben, sind sie nicht mehr sicher! Wer hier an der falschen Stelle spart, riskiert Schlitterpartien und Schlimmeres.
"Wenn"s schneit, kann ich immer noch in die Werkstatt."
Weil viele Autofahrer so denken, entstehen bei den Reifenhändlern pünktlich zum ersten Schneefall lange Schlangen. Dr. Wies rät, rechtzeitig im Herbst einen Termin zu vereinbaren. Das ist sicherer und bequemer, die Händler haben dann auch noch genügend Auswahl im Lager und es entstehen keine Lieferzeiten für den Wunschreifen.
Quelle: djd / pressetreff.de
24.08.2007 - 17:06 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 329 X