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Ekelfleisch für 99 Cent – Gute Lebensmittel haben ihren Preis


Von Alexander Wenger

Bonn/Köln – Bei diesen Meldungen dreht sich dem hungrigen Verbraucher im wahrsten Wortsinne der Magen um: Von Bayern nach Berlin sollen zirka 140 bis 180 Tonnen „Ekelfleisch“ transportiert worden seien. Doch genaue Zahlen gibt es nicht. „Seit Jahren liegt die Beanstandungsquote für Dönerfleisch bei 40 bis 75 Prozent“, zitiert die Augsburger Allgemeine http://www.augsburger-allgemeine.de Gero Beckmann, Vizepräsident des Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien, einem Zusammenschluss privater Laborprüfer. In Bayern würden bis zu drei Viertel der Dönerproben beanstandet, so der Veterinär und Lebensmittelhygieniker.

Der neue Lebensmittelskandal führt zu heller Aufregung in Wirtschaft und der Politik. Murat Basbug, Geschäftsführer von Berlin Döner http://www.berlindoener.de, ärgert sich über die „schwarzen Schafe“ in der Branche. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) forderte unterdessen eine harte Bestrafung der Schuldigen. Die Justiz müsse „mit diesen raffgierigen Rechtsbrechern unnachsichtig“ umgehen, so der Minister. Auch die Verbraucher müssten umdenken, sagt Ulrich Overdiek vom Kölner Unternehmen Vivamangiare Wellfood http://www.vivamangiare.de. „Jeder mündige Verbraucher sollte nicht nur essen, sondern auch rechnen können. Dann kann er sich leicht ausrechnen, dass eine Dönertasche für 99 Cent, die zum Beispiel von einigen Berliner Imbissen angeboten wird, eine Mogelpackung sein muss. Daran kann man nämlich nur etwas verdienen, wenn der Inhalt minderwertig ist“, sagt der Wellfood-Experte. Doch mit einer Kriminalisierung einer Branche sei es nicht getan, so Overdiek: „Dieser Skandal zieht auch die Imbisse in Mitleidenschaft, die nach den gängigen Vorschriften arbeiten und daher auch einen wesentlich höheren Preis verlangen müssen. Im Lebensmittelbereich hat die Geiz-ist-geil-Gesinnung fatale Folgen. Das gilt nicht nur für die Döner- oder Fleischszene. Dass Qualität ihren Preis hat, das sollten wir uns jeden Tag bewusst machen, wenn wir Nahrungsmittel auf dem Markt oder im Supermarkt einkaufen oder mittags in ein Restaurant, die Kantine oder einen Stehimbiss gehen.“



Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net

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Name: Gunnar Sohn
Straße: Ettighofferstr. 26a
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WWW: http://www.ne-na.de
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04.09.2007 - 8:56 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 186 X

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