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Ökostrom für Jedermann an der Börse


In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie AEEV hat das Unternehmen Telesis das Modell der Ökostrombörse entwickelt und in einer Pilotanwendung erfolgreich getestet. Das besondere an der Ökostrombörse ist, dass sich private Stromverbraucher direkt an Ökostrom Produktionsanlagen ihrer Wahl beteiligen und/oder gezielt fördern können. So ist es erstmals möglich, dass der Stromverbraucher direkt Einfluss auf die Ökostrom Produktion nimmt.
Neben dem Testgebiet Vorarlberg haben sich auch in Salzburg, der Steiermark und dem Burgenland Initiativgruppen gebildet und damit begonnen, die Ökostrombörse als Modell zu etablieren und den Stromkonsumenten zugänglich zu machen.
Die Verbreitung des Modells kommt Stromverbrauchern zugute, die den Ausbau der Ökostrom-Produktion mitgestalten und durch Beteiligung an konkreten Anlagen Vorsorge für die eigene Energieversorgung treffen.

Die Ökostrombörse zeichnet sich durch zwei Grundanwendungen aus:

1. Öko-Cent-Lenkung Hier besteht die Möglichkeit zur direkten Lenkung der Ökostrom Mehrzahlung auf konkrete Ökostrom Produktionsanlagen; der Konsument bestimmt wohin die Öko-Cent-Zahlung fließt.

2. Beteiligung Durch eine vereinbarte Mehrzahlung des eigenen Stromverbrauchs können Anteile an Ökostromproduktionsanlagen erworben und damit Eigenvorsorge getroffen werden.

Hinter diesem Ansatz verbirgt sich die Idee, dass Unternehmen und Haushalte durch ein Anspar- bzw. Finanzierungsmodell in der Stromversorgung unabhängiger werden bzw. in einer Zeitspanne von 10 bis 15 Jahren Besitzer einer eigenen Ökostromproduktions-Anlage sind.
Die Gewissheit zu haben, in Zukunft keine teure Stromrechnung bezahlen zu müssen bedeutet eine echte und praktische Vorsorge.
Modellrechnungen zeigen, dass die Energiepreise in den nächsten 10 Jahren drastisch ansteigen werden. Umso interessanter ist es, nach dieser Tilgungsphase über Energie zum Nulltarif zu verfügen (mit Ausnahme der Netzgebühr).

In Vorarlberg wurde die Grundanwendung 1 Öko-Cent-Lenkung über zwei Jahre erfolgreich getestet. Etwa 200 Produzenten von Ökostrom (Photovoltaik, Kleinwasserkraft, Biomasseverstromung) profitieren bereits von der Ökostrombörse.
Im Rahmen des von der EU geförderten INTERREG Projektes NENA konnte die Grundanwendung 2 Beteiligungsmodell entwickelt werden. Erste Anlagen wurden bereits geplant und stehen vor der Umsetzung. In Salzburg wurde die Idee aufgegriffen.

Die Ökostrombörse Salzburg registriert bereits 400 Ökostrom Kunden. In der Steiermark und im Burgenland sind Verhandlungen im Gange und es werden Vorbereitungen zur Etablierung des Modells getroffen.
Die Ökostrombörse ist über das Internet zugänglich. Die Entwicklungen zur Internet basierten Lösung wurde von der Telesis Entwicklungs- und Management GmbH durchgeführt und durch die Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziell unterstützt.

06.09.2007 - 9:02 Quelle: pressetext.de | Gelesen: 513 X

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