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Nur Gründer aus Not? – Migranten sind oft risikofreudigere Unternehmer


Bonn/Düsseldorf – Migranten sind fleißigere Existenzgründer als die Deutschen. Das geht aus dem jährlich erscheinenden Gründungsmonitor der KfW-Bankengruppe http://www.kfw.de hervor. Jede zehnte Existenzgründung in Deutschland wird von Unternehmern mit Migrationshintergrund vorgenommen. Mit 115.000 von insgesamt 1,1 Millionen Gründern lag die Gründerquote unter den Migranten im vergangenen Jahr bei 2,9 Prozent – im Vergleich zu jener der Deutschen ein Plus um 0,3 Prozentpunkte. „Über die Motivationen der Unternehmensgründer mit ausländischem Hintergrund lässt sich nur schwer spekulieren, dennoch scheinen diese im Gegensatz zu den eher schwerfälligen Deutschen risikofreudiger zu sein“, sagte die KfW-Sprecherin Sonja Höpfner im Gespräch mit pressetext http://www.pressetext.com.

Laut Höpfner sind Migranten jedoch auch häufig Gründer aus Not, da sie oft schlechtere Chancen bei abhängigen Beschäftigungsverhältnissen hätten, die aus Sprachproblemen und einer daraus folgenden Benachteiligung durch mögliche Arbeitgeber resultieren. „Wir brauchen mehr mutige Unternehmer in Deutschland. Zurzeit lässt sich beobachten, dass türkischstämmige Bürger, aber auch Personen mit russischem, polnischem oder osteuropäischem Migrationshintergrund besonders aktiv sind. Es wäre wünschenswert, wenn auch die Zahl der Frauen, die ein eigenes Unternehmen aufbrauen wollen, noch stärker wachsen würde“, erklärte Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a&o-Gruppe http://www.ao-services.de und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. Müller zufolge eigne sich insbesondere die Dienstleistungsbranche für weibliche Existenzgründungen. Im Handel, in der Gastronomie und in den Medien gäbe es viele Chancen für risikofreudige Frauen.


Quelle: medienbüro.sohn / pressbot.net

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13.09.2007 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 200 X

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