Brandgefährlich: Rauchwarnmelder in Deutschland noch die Ausnahme
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(djd/pt). Völlige Sicherheit vor Rauch und Feuer gibt es nicht. Gefahren für Gesundheit und Leben dagegen lassen sich wirkungsvoll minimieren. So berichtete etwa Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands, dass man in den USA, in Schweden und Großbritannien von ca. 40 Prozent weniger Rauchgasverletzten und -toten ausgeht, seitdem in diesen Ländern die Installation von Rauchwarnmeldern Pflicht wurde. "Unsere Botschaft lautet: Sicherheit ist keine Frage von Pech oder Glück, sondern von kluger Vorsorge", meint Ackermann weiter.
Sicher mit Funkwartung
Erst drei Bundesländer haben sich in Deutschland entschlossen, die Installation von Rauchwarnmeldern zur Pflicht zu machen, und nur in rund 30 Prozent der deutschen Haushalte sind die Geräte einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge installiert. Einen der Gründe für die geringe Verbreitung der lebensrettenden Installationen sieht der Energiedienstleister Techem in der aufwändigen Wartung der Geräte. Denn um ihre Funktion zuverlässig sicherzustellen, müssen sie jährlich überprüft werden. Besonders in Mietwohnungen ist dies aber wegen der Terminabstimmung mit den Mietern mit hohem Aufwand verbunden. Das Unternehmen verwendet daher heute Geräte neuester Bauart, die sich per Funk fernwarten lassen. Besonders angenehm für die Mieter: Die Funküberprüfung geht lautlos vonstatten.
Größte Gefahr droht im Schlaf
Zwei Menschen kommen im Schnitt pro Tag in Deutschland durch Rauch oder Feuer ums Leben, durchschnittlich 165 Menschen erleiden täglich Verletzungen. Mit 31 Prozent die häufigsten Auslöser für Brände waren Elektrogeräte, berichtet das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer in einer Untersuchung aus dem Jahre 2006. Besonders gefährdet sind Menschen, die im Schlaf von Rauch und Feuer überrascht werden, denn auch der Geruchssinn schläft und warnt nicht vor der Gefahr. So entstehen 65 Prozent der rund 200.000 jährlichen Brände tagsüber, doch 70 Prozent der Opfer verlieren nachts ihr Leben. Eine rechtzeitige Warnung könnte Leben retten.
Quelle: djd / pressetreff.de
21.09.2007 - 9:07 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 332 X
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