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Kuhauftrieb für einen fairen Milchpreis


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(djd/pt). Milcherzeuger aus allen Bundesländern sind heute nach Berlin gereist und haben vor dem Reichstag 16 Milchkühe namens Faironika aufgetrieben. Die Aktion in Berlin ist Teil eines europäischen Aktionstages, bei dem zeitgleich zum ersten Mal in weiteren 12 europäischen Ländern ein einheitliches Kommunikationskonzept vorgestellt wird:

In Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande und Österreich, Irland, Wales, Schottland, Schweden und der Schweiz. Faironika als europaweites Symbol für Fairness bei der Milcherzeugung sieht überall anders aus: Sie trägt die jeweiligen Farben der Landesflagge, in Berlin also Schwarz-Rot-Gold. Diese einzigartige Aktion geht von den europäischen Milchbauern aus, die sich vor einem Jahr länderübergreifend im European Milk Board (EMB) zusammengeschlossen haben.



In Deutschland transportieren die Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) mit den lebensgroßen Plastiken ihr Anliegen in die Städte. Denn Faironika steht für einen fairen Milchpreis, der den Milchbauern die Kosten für die Erzeugung eines Liters Milch einschließlich der täglichen Arbeit auf den Höfen bezahlt. Diesen fairen Milchpreis fordern die Milchviehhalter von den Molkereien und dem Handel. Mit Faironika wenden sich die Landwirte nun direkt an die Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch an Molkereien und Handel.



"Die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen in den letzten Wochen für Milch und Milchprodukte steigende Preise. Die große Bereitschaft dazu hat uns sehr gefreut und auch bestätigt. Bauern und Verbraucher stehen nicht gegeneinander, wenn klar und nachvollziehbar ist, wie viel von dem Ladenpreis schließlich wo landet. Die Bereitschaft, mehr zu zahlen, hängt davon ab, dass der Mehrerlös auch da ankommt, wo die Milch erzeugt wird. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben den Wert der Milch und der Kühe sehr wohl erkannt", so Romuald Schaber, Vorsitzender des BDM und Präsident des EMB in Berlin. Die hervorragende Qualität und Frische der Milch können nur über einen fairen Preis von Milcherzeugern in den Regionen weiterhin garantiert werden.



"Milch ist mehr als ein hochwertiges Lebensmittel. An ihr hängen Kulturlandschaften, die uns lieb und teuer sind, ein Großteil der Arbeitsplätze der Landwirtschaft und damit ein bedeutender Teil der Wertschöpfung in ländlichen Gebieten", erläutert Schaber. "Alle diese Leistungen leben davon, dass der Milchpreis die Arbeit auf den Höfen bezahlt, und zwar dauerhaft. Hier sind Molkereien und Handel nach wie vor gefordert", so Schaber. Der "Faktor" Milch ist eine Triebfeder für die regionale Wirtschaftsstruktur - nicht nur speziell für die Landwirtschaft. Auch die Arbeitsplätze des vor- und nach gelagerten Bereiches, wozu unter anderem die Molkereien gehören, werden hierdurch gesichert.



Nach ihrem Aufenthalt in Berlin reisen die Milchkühe weiter. "Für jedes Bundesland steht hier heute eine Faironika. Nach dem Auftrieb heute in Berlin geht es mit jeweils einer Kuh in die Hauptstädte der Bundesländer", kündigt der stellvertretende Vorsitzende des BDM, Stefan Mann an. "Und die Herde wächst, so dass Faironika bald an vielen Orten in Deutschland zu bestaunen sein wird", so Mann weiter. Unter dem Motto >Gut und Fair< symbolisieren sie, dass Erzeuger und Verbraucher im selben Boot sitzen. Mehr Informationen auf www.fairmilk.org

Quelle: djd / pressetreff.de

20.10.2007 - 9:04 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 131 X

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