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Schily stellt den "Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen" vor




Berlin, 18. August 2005 - Bundesinnenminister Schily hat heute den "Nationalen Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen" (NPSI) vorgestellt. Nach dem Grundsatzbeschluss des Kabinetts vom 13. Juli liegt damit die IT-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung vor, die jetzt umgesetzt wird. Mit der von Bundesinnenminister Otto Schily vorgelegten Strategie stellt die Bundesregierung sicher, dass das hohe Niveau der IT-Sicherheit in Deutschland in Zukunft weiter gesteigert wird.

Bundesinnenminister Schily sagt hierzu: "Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sind auf ausfallsichere Informationstechnik angewiesen. Besonders im Hinblick auf die deutliche Verschärfung der Gefährdungssituation aller IT-Infrastrukturen ist Informationssicherheit eine nationale Aufgabe".

Im Zusammenhang mit dem Nationalen Plan hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) heute den ersten "Bericht zur Lage der IT-Sicherheit" vorgestellt. Der Bericht macht deutlich, dass die Gefährdung von nationalen Informationsinfrastrukturen erheblich zugenommen hat. Die steigende Zahl von Computerviren, von Phishing- und Hacker-Angriffen sowie die Zunahme an IT-basierter Wirtschaftsspionage machten dies deutlich. Immer öfter nutzen kriminelle Banden und Täter aus dem Bereich der organisierten Kriminalität Nutznießer von Viren, Würmern oder Trojanischen Pferden für ihre kriminellen Aktivitäten/Straftaten.

Der Nationale Plan wird Sicherheitsrisiken beim Einsatz von IT reduzieren. So werden für die Bundesverwaltung angemessene und vergleichbare IT-Sicherheitsstandards erarbeitet und umgesetzt. Um IT-Krisen frühzeitig zu erkennen und diesen gezielt entgegen zu wirken, wird im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Krisenreaktionszentrum IT des Bundes eingerichtet. Die Bundesregierung wird das Know-how der deutschen Dienstleistungsunternehmen der IT-Sicherheit nutzen, um zur Stärkung des Krisenzentrums beizutragen und damit die nationale IT-Sicherheitskompetenz zu fördern.

Der Nationale Plan verfolgt drei strategische Ziele:

- Prävention: Informationsinfrastrukturen in Deutschland angemessen schützen

- Reaktion: Wirkungsvoll bei IT-Sicherheitsvorfällen handeln

- Nachhaltigkeit: Deutsche IT-Sicherheitskompetenz stärken – international Standards setzen

Mit dem BSI verfügt die Bundesregierung über eine spezialisierte Fachbehörde für alle Fragen rund um die IT-Sicherheit. Derzeit arbeiten im BSI in Bonn über 400 Mitarbeiter. Für die Umsetzung des NPSI wird das BSI personell und in seinem operativen Kompetenzbereich erweitert.

 

Verantwortlich: Rainer Lingenthal

Redaktion: Gabriele Hermani, Christian-Günther Sachs, Isabel Schmitt-Falckenberg, Anette Lena Stephan, Dr. Ingrid von Stumm, Annette Ziesig

Pressereferat im Bundesministerium des Innern, Alt-Moabit 101 D, 10559 Berlin

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Quelle: BUNDESMINISTERIUM DES INNERN (BMI) / pressrelations.de

18.08.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 78 X

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