Blaualgenblüte beginnt im Greifswalder Bodden
18.08.05 - Eine ausgeprägte Blaualgenblüte mit den beiden potenziell giftigen Arten Nodularia spumigena und Anabaena sp. entwickelt sich derzeit im Greifswalder Bodden. Diese aktuelle Beobachtung machten Fachleute des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) Mecklenburg-Vorpommern an Bord des Gewässerüberwachungsschiffes "Strelasund". Der dritte und letzte Fahrtabschnitt der vom Umweltministerium M-V initiierten Blaualgenfahrt 2005 führte die Experten auf dem Laborschiff in die Gewässer entlang Rügens Küste zwischen Kap Arkona und Stralsund, wo die Fahrt am Mittwochabend abgeschlossen wurde.
Nach Einschätzung der Algenexperten des Küstenlabors in Stralsund besteht die akute Gefahr, dass es bei anhaltendem Sommerwetter zu einer explosionsartigen Vermehrung von Blaualgen im Greifswalder Bodden kommen könnte. Die ruhige, warme und sonnenreiche Wetterlage könnte während der nächsten Tage im Endstadium zur Bildung der bei Badenden aufgrund ihrer Giftigkeit so gefürchteten Blaualgenteppiche führen. Nach Absterben der Algenblüte wäre in der Folge Sauerstoffmangel im Bodenwasser des betroffenen Gebietes zu befürchten. Derzeit ist der Sauerstoff jedoch noch in ausreichender Menge vorhanden.
Der Greifswalder Bodden ist aufgrund seiner geringen Tiefe und der damit verbundenen schnellen Erwärmung sowie Verfügbarkeit von Nährstoffen (Phosphat) prädestiniert für den jährlichen Beginn der Blaualgenblüte. Die Fachleute werden die aktuelle Entwicklung während ihres Routine-Überwachungsprogramms im Auge behalten und gegebenenfalls Sondermessfahrten unternehmen.
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Quelle: UMWELTMINISTERIUM MECKLENBURG-VORPOMMERN / pressrelations.de
18.08.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 142 X

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