Urgeschichtlicher Tiefgang im „Höhlenreich“: Auf den Wandertouren im Alb-Donau-Kreis lässt sich viel Historisches erfahren
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Urgeschichtlicher Tiefgang im "Höhlenreich"
Auf den Wandertouren im Alb-Donau-Kreis lässt sich viel Historisches erfahren
Ulm (jm) - Urlauber im Alb-Donau-Kreis rund um Ulm können in diesem Herbst gezielt die Ur- und Frühgeschichte erwandern. In der neuen, 98-seitigen Wanderbroschüre des Landkreises sind 23 Wandertouren für die ganze Familie zusammengestellt. Immer wieder geht es dabei hinab in das "Höhlenreich" im Nationalen GeoPark der Schwäbischen Alb, das nicht weniger als 30 öffentlich zugängliche Höhlen und Grotten umfasst, die in der Regel noch bis Ende Oktober besichtigt werden können.
Die mit 20 Kilometern längste Tour führt vom Blautopf in Blaubeuren über die Hochfläche der Alb an den Rand des Kleinen Lautertals bis nach Wippingen, einen kleinen Ortsteil von Blaustein, von dort wieder zurück zum Rusenschloss, gelegen auf einem Felsen oberhalb von Blaubeuren. Wer nicht ganz so lange unterwegs sein will, kann von Ulm aus zur Tour durch die vier Albtäler starten. Beim einem Ausflug von Amstetten aus nach Schalkstetten und weiter bis Gerstetten können große und kleine Gäste an Sonn- und Feiertagen einen Teil der Strecke bequem mit dem historischen Dampfzug zurücklegen.
Bei allen Wandertouren durch den Alb-Donau-Kreis lässt sich das "Höhlenreich" der Schwäbischen Alb erforschen. Ganz im Westen beispielsweise lädt die Schertelshöhle bei Westerheim zur spannenden Reise ins Innere der Erde ein. Die Schertelshöhle zählt zu den schönsten Tropfsteinhöhlen der Schwäbischen Alb überhaupt und beeindruckt nicht nur mit einer Gesamtlänge von 212 Metern und einer Höhe von 19 Metern, sondern auch mit ihrem Alter: Wissenschaftler schätzen die Höhle auf drei bis vier Millionen Jahre.
Dreimal so alt (zwölf bis 15 Millionen Jahre) ist die Sontheimer Höhle, die noch heute das größte Fledermausquartier der Schwäbischen Alb darstellt. Auch die tiefste begehbare Schauhöhle Deutschlands, die Laichinger Tiefenhöhle, liegt im Alb-Donau-Kreis. Das labyrinthartige Höhlensystem ist 1200 Meter lang und mit 80 Meter tiefen Naturschächten, stollenförmigen Gängen und Höhlenhallen durchsetzt. Besucher können über Treppen bis auf 55 Meter in die Tiefe hinabsteigen.
Die Höhlen rund um Blaubeuren zählen zu den bekanntesten Fundstellen urgeschichtlicher Relikte. Noch heute finden Archäologen Waffen, Schmuck und Werkzeuge aus weit zurückliegenden Epochen der Menschheitsgeschichte. Die ältesten Funde stammen aus der Zeit des "Aurignacien", einer Epoche vor rund 30- bis 35.000 Jahren. Beeindruckend präsentiert sich dabei der "Hohle Fels" zwischen Blaubeuren und Schelklingen, der im Innern mit einer Höhe von 23 Metern über eine der größten Höhlenhallen der Schwäbischen Alb verfügt.
Ein paar Kilometer weiter zieht in Blaubeuren die berühmteste Karstquelle Deutschlands, der Blautopf, die Besucher in ihren Bann. Das Wasser zeigt sich dort zumeist in malerisch schöner blauer Farbe. Gespeist wird der Blautopf über ein weit verzweigtes unterirdisches Höhlensystem, das große Wassermassen sammelt, die dann über einen 21 Meter tiefen trichterförmigen Quelltopf ans Licht drängen. Weitere imposante Karstquellen finden sich in Lonsee-Urspring, Schelklingen und Langenau.
Noch bis zum Frühjahr 2006 können Urlauber im Alb-Donau-Kreis Neandertalern begegnen, und zwar im Urgeschichtlichen Museum. Die dortige Ausstellung unter dem Titel "Begegnung" befasst sich mit dem Wandel der Menschheit vom Neandertaler zum anatomisch geformten Menschen. In einer Sonderausstellung sind noch bis zum 30. Oktober 2005 die 42.000 Jahre alten Originalgebeine des "echten" Neandertalers aus dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn zum ersten Mal in Süddeutschland zu sehen. Infos unter www.urmu.de
Zahlreiche Funde aus dem "Höhlenreich" der Schwäbischen Alb sind ebenfalls im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren zu bestaunen. Die Ausstellung "Eiszeitkunst" in der Galerie "40tausend Jahre Kunst" wartet mit imposanten Fundstücken wie Tierdarstellungen und menschenähnlichen Fabelwesen auf, die aus Mammutelfenbein geschnitzt sind. Zu sehen sind die erst vor einiger Zeit gefundenen ältesten Musikinstrumente der Menschheitsgeschichte: eine heute noch bespielbare Flöte aus Schwanenknochen und eine weitere Flöte aus Mammutelfenbein. Die Töne, wie sie die Menschen in grauer Vorzeit erklingen ließen, sind beim Rundgang durch das Urgeschichtliche Museum zu hören.
Auch in den sehenswerten und historischen Städten Laichingen, Langenau, Schelklingen, Ehingen und Munderkingen laden Museen und zum Teil geführte Stadtrundgänge zum Ausflug in die Geschichte ein.
Ausführliches Informationsmaterial über die öffentlich zugänglichen Höhlen und kombinierte Rad- Wander- und Bustouren zu den urgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten können unter Telefon 0731/185-1238 oder per E-Mail ( wirtschaft
alb-donau-kreis.de ) bei der Tourismusinformation des Alb-Donau-Kreises angefordert werden.
Weitere Informationen: Alb-Donau-Kreis, Tourismus, Schillerstraße 30, 89077 Ulm/Donau, Telefon 0731/185-1238, Telefax 0731/185-1304, www.tourismus.alb-donau-kreis.de Pressekontakt:Jensen media, Agentur für Unternehmensnachrichten, Conrad-Paumann-Straße 4, 87740 Buxheim, Telefon: 08331/90022, Telefax 08331/90023, info
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Quelle: ALB-DONAU-KREIS/TOURISMUS / pressrelations.de
18.08.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 252 X