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SODI fordert ein Verbot aller Landminen und Streumunition


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Zum 10. Jahrestag der Ottawa-Konvention am 3. 12. 2007 fordert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) ein verstärktes Engagement der Bundesregierung für ein Verbot aller Landminen und Streumunition. Seit 1998 ist SODI im Humanitären Minenräumen in Vietnam tätig. Die Nichtregierungsorganisation hat bisher über 900 Hektar Land am 17. Breitengrad beräumt und nachhaltige Entwicklungsprojekte umgesetzt.

Am 3.12.2007 jährt sich die Ottawa-Konvention für das Verbot von Landminen zum 10. Mal. Die Konvention ist bereits von 155 Staaten – darunter Deutschland – ratifiziert. Streumunition ist jedoch nicht Bestandteil der Verbotsvereinbarung. Dabei fordern diese Waffen und Landminen bis zu 20 000 Opfer pro Jahr. Streumunition verseucht weite Landstriche, die weder als Siedlungsraum noch als landwirtschaftliche Fläche genutzt werden können. "In Vietnam räumen wir vorrangig nicht explodierte Streumunition - unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen," berichtet Ilona Schleicher, Projektmanagerin bei SODI, "die Blindgänger, so genannte Bombis, sind höchst empfindlich und können bereits bei leichten Berührungen explodieren." Erst vor Kurzem ereilte einem 15jährigen Jungen das grausame Schicksal. Beim Spielen verwechselte er die unauffälligen Blindgänger mit Steinen und verstarb noch am Unfallort. "Daher rufen wir die Bundesregierung dazu auf, auch so hinterhältige Waffen, wie Streumunition und Anti-Fahrzeugminen, zu ächten", betont Ilona Schleicher.

Am 17. Breitengrad, der ehemaligen Trennlinie zwischen Nord und Südvietnam, führt SODI humanitäre Minen- und Blindgängerräumung in den Provinzen Quang Tri und Thua Thien Hue durch. Für die Räumaktivitäten einschließlich Bevölkerungsaufklärung stellte das deutsche Auswärtige Amt bisher 4,8 Mio. Euro zur Verfügung. „Wir verbinden die Beseitigung explosiver Hinterlassenschaften des Krieges mit der Unterstützung für Wiederansiedlung und Entwicklung. Schließlich wird die Entwicklung der Region durch Minen, Bomben und Granaten noch drei Jahrzehnte nach Kriegsende behindert. Damit setzen wir durchaus beispielhaft die Leitlinien für humanitäre Minenräumung um,“ so Ilona Schleicher. „Unser Ziel ist die nachhaltige Rehabilitation von Opfern der Langzeitfolgen des Krieges, indem wir ihrer Lebensverhältnisse grundlegend verbessern.“ Mit Hilfe von SODI-Spenden, die durch Fördermittel des Entwicklungsministeriums vervielfacht wurden, bauten Bauernfamilien in Quang Tri bereits drei Dörfer wieder auf. 220 Familien leben hier. Ihr Start in ein neues Leben wurde durch Kleinkreditprogramme unterstützt. Gegenwärtig werden ein Kindergarten, eine Schule und ein Gesundheitszentrum gebaut, um die Strukturen in Grundbildung und medizinischer Versorgung zu stärken.

Die Bundeswehr lagert immer noch mehrere Millionen Streubomben. Deutsche Unternehmen produzieren nach wie vor Streumunition. Dabei hat das Europäische Parlament vor kurzem von den EU-Mitgliedsstaaten gefordert ein umfassendes Verbot des Einsatzes, der Herstellung, der Weitergabe und der Lagerung von Streumunition zu beschließen. Als Teil des Aktionsbündnis Landmine.de präsentiert SODI seine Arbeit im Rahmen einer Bundestagsausstellung, die am 27.11.07 von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse eröffnet wurde.

Für das SODI-Projekt in Vietnam können Spenden unter dem Kennwort „17. Breitengrad“ auf das SODI-Spendenkonto 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00 getätigt werden.

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Ihre Ansprechpartnerin ist: Ilona Schleicher und unter sodi.de" target="_blank">ilona.schleichersodi.de oder unter 030-928 60 47 zu erreichen. Druckfähiges Bildmaterial ist vorhanden. Siehe www.sodi.de

Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI), ist eine Nichtregierungsorganisation, die Selbsthilfeprojekte der Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika und Lateinamerika realisiert sowie humanitäre Hilfe in Osteuropa leistet. Seit 1990 hat SODI 802 Projekte im Wert von 55 Millionen auf vier Kontinenten verwirklicht. Der Verein bekommt seit 1994 das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen verliehen.

Quelle: Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) / pressbot.net

Ihr Ansprechpartner:

Firma: Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)
Name: Sylvia Werther
Straße: Grevesmühlener Straße 16
Stadt: - 13059 Berlin
 
Land: Deutschland
 
Telefon: 030 928 60 47
Mobil: 030 928 60 03
 
WWW: http://www.sodi.de
E-Mail:

28.11.2007 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 215 X