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Tillich: Hochwasserschutz im Mittleren Erzgebirge an der Grenze zu Tschechien kommt mit großen Schritten voran




Dresden, 19.8.05 - "Die Bürger in Olbernhau werden künftig deutlich besser vor einem Hochwasser geschützt sein als noch vor drei Jahren", so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich. In dieser Woche wurde der erste Bauabschnitt der Hochwasserschutz-Baumaßnahmen übergeben. Wie Tillich aus diesem Anlass sagte, sei hier im Mittleren Erzgebirge die Beseitigung der Schäden frühzeitig mit dem präventiven Hochwasserschutz verknüpft worden. Dabei erwies sich der Hochwasserschutz an der Natzschung als besonders schwierig. Für sämtliche Baumaßnahmen steht ein nur wenige Meter breiter Streifen zur Verfügung. "Weder an der Staatsgrenze zu Tschechien, noch an der privaten Wohnbebauung kann etwas geändert werden", verdeutlichte Tillich die Probleme.

Mit den Bauarbeiten wurde im Oktober 2004 begonnen, mittlerweile ist der zweite Bauabschnitt von insgesamt fünf in vollem Gange. Zunächst wurden ca. 250 Meter Deiche, 300 Meter Stützmauern (davon 100 Meter Winkelstützmauern und 200 Meter rückverankerte Stützmauern aus Stahlbeton) gebaut. Desweiteren sind innerhalb der bebauten Bereiche sowohl Mauern als auch Dämme geplant. In Rothenthal werden auf mehr als zwei Kilometern Ufermauern und Dämme mit einer Oberflächensicherung errichtet. Die Trassierung ist dabei an die bestehende Bebauung und die Staatsgrenze gebunden. Wo es der Platz zulässt, werden die Bauwerke vom Gewässer abgerückt. Im Ortsteil Grünthal werden auf 610 Metern Schutzbauwerke errichtet. Hier geht die Natzschung in die vergleichsweise breite Aue der Flöha über.

Die Gesamtkosten für Planung und Baumaßnahmen, die im Jahr 2006 beendet sein sollen, belaufen sich auf etwa 4,6 Millionen Euro. Nach Aussage Tillichs verfügen die Olbernhauer dann über einen umfassenden Schutz bis zu einem 100-jährlichen Hochwasser. Das Augusthochwasser von 2002 - das etwa einem 250-jährlichen Hochwasser entsprach - hatte in Olbernhau besonders in den Ortsteilen Rothenthal und Grünthal schwere Schäden angerichtet. So wurde der überwiegende Teil der Uferbefestigungen durch die Flut zerstört.

 

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Quelle: SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT / pressrelations.de

19.08.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 128 X

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