Guten Vorsätzen eine Chance geben
Prost Neujahr
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(djd/pt). Das Leben entspannter angehen, mit dem Rauchen aufhören und sich wieder mehr bewegen - zu Neujahr werden viele gute Vorsätze gefasst. Die Kunst besteht allerdings darin, diese nicht schon nach kurzer Zeit über Bord zu werfen und zu alten Gewohnheiten zurückzukehren. Doch wie schafft man das? Die Psychoanalytikerin Ingeborg Lackinger Karger spricht allen Mut zu, die den Beginn eines neuen Jahres mit Hoffnungen und Wünschen im Hinblick auf die Zukunft verknüpfen, und rät dazu, erst einmal einzuschätzen, ob die Vorsätze realistisch sind. Denn sie weiß: "Man wünscht sich eine Leitschnur in eine ungewisse Zukunft, sollte sich dabei aber immer fragen, ob man einem unerreichbaren Ideal hinterherläuft. Denn dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert."
Nur realistische Vorsätze fassen
Zu einem Wunsch gehört auch die Ernsthaftigkeit dazu, seine Erfüllung anzustreben. Doch dabei sollte man nicht zu viel von sich erwarten. Lackinger Karger: "Wenn ich mir etwa vornehme, mit dem Rauchen aufzuhören, eine Diät und täglich Sport zu machen, um in kurzer Zeit 15 Kilo abzunehmen, dann ist das zum Scheitern verurteilt." Ihr Tipp: Lieber in kleinen Schritten vorgehen, eine Liste von guten Vorsätzen machen und ihre Umsetzung auf einen längeren Zeitraum verteilen. Man kann sich zum Beispiel in seinen Kalender ein Thema für jeden Monat schreiben, mit dem man sich beschäftigen will. "Das ist viel verträglicher, als Vorsätze zu fassen und am Jahresende Bilanz zu ziehen", meint die Psychoanalytikerin und fügt hinzu: "Es ist leichter, einen Vorsatz umzusetzen, wenn man selbst einen Wert darin erkennt, und nicht etwa der Arzt gesagt hat, man solle aufhören zu rauchen. Das erzeugt eher Widerstand."
Gegenseitig an gute Vorsätze erinnern
Inwiefern andere Menschen dabei helfen können, konsequent zu bleiben, ist allerdings fraglich. Denn das erfordert viel gegenseitiges Einfühlungsvermögen, damit man sich nicht gemaßregelt oder gedrängt fühlt. Lackinger Karger: "Es kann dazu führen, dass man die Verantwortung von sich wegschiebt, nach dem Motto ,du zwingst mich" - und dann hat sich die Sache erledigt." Allerdings gibt es die Möglichkeit, Absprachen zu treffen, wie man sich an Vorsätze erinnert. Das können humorvolle Bemerkungen oder strenges Angucken sein, oder eine Art Codewort wie in der Verhaltenstherapie. Von Belohnungen fürs Durchhalten hält Lackinger Karger nicht allzu viel: "Wenn man es erreicht, seine Vorsätze einzuhalten, birgt das meist schon die Belohnung in sich. Denn hat man das Ziel erreicht, eröffnen sich meist neue Möglichkeiten: Die Freude, mehrere Kilos abgenommen zu haben, führt zu dem Spaß, sich neue Klamotten kaufen zu dürfen. Ein gesundheitsbewussteres Leben führt dazu, sich in sich selbst wohl zu fühlen." Diese Erfahrungen, die es zu machen gilt, beschreibt die Psychoanalytikerin als Geschenke: "Aber man kann sie nur mit Ernsthaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Willen und Durchhaltevermögen erreichen."
Quelle: djd / pressetreff.de
11.12.2007 - 9:30 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 161 X