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Start der Umweltinitiative „Autogas-Wald“: Ein Baum für jedes flüssiggasbetriebene Fahrzeug


Mit einer Aufforstung im hessischen Naturschutzgebiet Mönch­bruch werden jetzt die ersten 6.000 Bäume für einen deutschen „Autogas-Wald“ gepflanzt. Die Aktion soll auf die ökologisch vor­bildlichen Eigenschaften flüssiggas­betriebener Fahrzeuge auf­merksam machen, die seit einigen Jahren einen rasant wachsen­den Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Weltweit ist Autogas der Alternativ-Kraftstoff Nummer eins. In Deutschland setzen bereits mehr als 200.000 Fahrer auf das schadstoffarme Antriebs­konzept.

Die Initiative zum Autogas-Wald hat der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) ins Leben gerufen, ein bundesweiter Zusammenschluss der Versorgungsunternehmen. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Unternehmen Wald, die sich die Neuschaffung und Pflege von Wäldern und Landschafts­biotopen zur Aufgabe gesetzt hat. Die gemeinsame Idee: Für jedes Autogas-Fahrzeug, das in Deutschland entweder durch Umrüstung oder durch den Kauf eines ab Werk ausgerüsteten Modells zum Einsatz kommt, soll ein Baum gepflanzt werden. Auf diese Weise entstehen an verschiedenen Stellen Deutschlands neue Waldgebiete, die parallel zu den umwelt­entlastenden Fahr­zeugen nachhaltig zu einer weiteren CO2-Reduktion beitragen. Ebenso wie ein gesunder Wald für Zu­kunftssicherung steht, gelten praxisgerechte Alternativ-Kraft­stoffe wie Autogas als wichtige Option für Ressourcen-Scho­nung und Klimaschutz. Wenn im Jahr 2015 nach aktuel­len Prognosen mehr als eine Million Autogas-Fahrzeuge auf deut­schen Straßen unterwegs sein werden, dann sind allein durch diese abgasarme Flotte jährliche CO2-Einsparungen in Höhe von rund 1,27 Mio. Tonnen zu erwarten.

Der DVFG wird bei seinem Wald-Projekt je nach Region von unter­schiedlichen Partner-Unternehmen aus dem Autogas-Markt unterstützt. Kooperationspartner bei der ersten Auf­forstungsaktion ist der Automobil­importeur Chevrolet Deutschland GmbH, der als einer der ersten hierzulande kon­sequent auf Autogas ge­setzt hat. Das aufgrund seiner niedri­gen Abgas­werte steuervergünstigte Antriebskonzept ist bei allen Chevrolet-Modellen in einer Umrüst-Version direkt ab Auslieferungslager erhältlich. Mittlerweile ist jeder zehnte verkaufte Neuwagen bei Chevrolet ein Fahrzeug mit Autogas-Antrieb.

Gewissermaßen in unmittelbarer Nachbarschaft des Rüssels­heimer Firmen­sitzes von Chevrolet fiel auch der Startschuss für den Autogaswald. Das Naherholungsgebiet Mönchbruch umfasst Flächenanteile der Städte Rüssels­heim und Mörfelden-Walldorf sowie der Gemeinde Nauheim. Mit einer Aus­dehnung von 937 Hektar ist es Hessens zweitgrößtes Natur­schutzgebiet. Hier werden jetzt auf einer Fläche von 0,7 Hek­tar 6.000 Stieleichen gepflanzt. Diese Leitbaumart des Mönchbruchs ist Lebensraum zahlreicher seltener Insekten- und Vogelarten wie Heldbock, Hirschkäfer oder Mittelspecht. Auch Fledermäuse sind auf Eichenwälder angewiesen, deren Nachzucht eine unverzichtbare Maßnahme zur Erhaltung der Artenvielfalt ist.

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. ver­braucht ein Baum rund 2,2 Tonnen CO2 im Jahr. Damit wird ein großer Teil der Schadstoff-Menge gebunden, die ein Fahrzeug im gleichen Zeitraum emittiert. Beim Autogas-Antrieb ist dieser Ausstoß ohnehin deutlich geringer als bei herkömmlichen Kraft­stoffen: Der CO2-Emissionen reduzieren sich um rund 15 bis 20 Prozent. Abgaskomponenten wie Kohlenmonoxid, Kohlenwasser­stoffe und Stickoxide, die unter anderem für die Entstehung von Smog verantwortlich sind, werden sogar um bis zu 80 Prozent vermindert. Mit dem „Autogas-Wald“ wurde also eine Initiative gestartet, die von zwei Seiten gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entlastung unserer Umwelt beitragen soll.

Deutscher Verband Flüssiggas e. V. (DVFG)
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Quelle: oak media GmbH / pressbot.net

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20.03.2008 - 11:26 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 185 X