Europäisches Projekt fördert neue Wege der Innenstadtzustellung
DHL testet alternative Transportkonzepte
Bonn, 16. Juni 2005 - Unternehmen aus der Logistik- und Automobilbranche haben sich mit Städten und Forschern im europäischen Projekt FIDEUS (Freight Intelligent Delivery of Goods on European Urban Spaces) zusammengeschlossen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt zielt darauf, Verteil- und Lieferverkehre in den europäischen Innenstädten effizienter und damit auch umweltfreundlicher abzuwickeln.
Dies geschieht durch eine gezielte Verknüpfung neuer Fahrzeugtechnologien mit innovativen Ansätzen im Logistik- und Verkehrsmanagement. Im Rahmen von FIDEUS werden drei neue Fahrzeugtypen entwickelt und getestet: ein innovativer elektrischer Frachttransporter für sensible Bereiche wie z.B. Fußgängerzonen, ein weiterentwickelter 3,5-Tonnen Transporter und ein für Stadtverkehre optimierter 12-Tonnen Lkw. Alle drei Fahrzeugtypen werden mit modernster Antriebs-, Belade- und Kommunikationstechnik ausgestattet. Die Kommunikationstechnik spielt für das Verkehrsmanagement eine wichtige Rolle. Hiermit soll eine verbesserte, interaktive Kommunikation mit städtischen Verkehrsleitzentralen möglich werden. Beispielsweise können LKWs sich so für die Nutzung spezieller Ladezonen anmelden oder frühzeitig auf kurzfristige Zugangsbeschränkungen reagieren.
FIDEUS soll durch verbesserte Logistik-, Umschlags- und Transportprozesse einen substantiellen Beitrag zur Minderung von Verkehrs- und Emissionsbelastungen in Städten leisten. Denn nur so kann angesichts der neuen Umweltauflagen die Versorgung von Unternehmen, Einzelhandel und Bevölkerung in Ballungsräumen langfristig gesichert werden. Die Tests werden in Hannover, Barcelona und Lyon laufen.
Das paneuropäische Projektkonsortium umfasst Fahrzeughersteller (Centro Ricerche FIAT, IVECO, Renault Trucks), Spezialisten für Robotik und Fuhrparkmanagement (Cybernetix; MIZAR Automazione), Logistikunternehmen (DHL Express; TNT Innight), Kommunalverwaltungen und Stadtverbände (Barcelona, Hannover, Lyon; IMPACTS) sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten (Fraunhofer Institut; University of Westminster).
16.06.2005 - 22:41 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 255 X

RSS Feed