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Junge Wirtschaft Gmunden lud zur Podiumsdiskussion: Regionale Chancen in einer globalisierten Welt?


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Gmunden/Linz/Salzkammergut. Zur Beantwortung dieser Frage hatte man eine sehr selektive Gruppe von Meinungsbildnern auf das Podium gebeten. Neben Lokalmatador Dr. Manfred Asamer, Asamer Holding, www.asamer.at, waren Oberbank Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, www.oberbank.at, WKO Generalsekretät Dr. Reinhold Mitterlehner, www.wkooe.at und der Gründer des market-Institutes Dr. Werner Beutelmeyer, www.market.at, „erschienen“, um unter der souveränen Moderation der JW- Landesvorsitzenden Mag. Doris Hummer Theorie, Praxis und Wirtschaftspolitik in einen Diskurs zu stellen.

„Die Teilnahme am globalisierten Markt...

...ist keinesfalls eine Erfolgsgarantie, nicht daran teilzunehmen, kann aber bedeuten, schon heute das Morgen aufs Spiel zu setzen“. Für die einen ist die Globalisierung ein Schreckgespenst, dass immer wieder durch die Medien geistert. Für Wirtschaftskapitäne und die Bankenlandschaft sind es unabdingbare Rahmenbedingungen um auf dem internationalen Parkett eine gute Figur zu machen und bestehen zu können.

„Österreichische Mentalität wird im internationalen Geschäftsleben geschätzt“

Im Verlauf der Veranstaltung kristallisierte sich dann heraus, dass die typischen österreichischen Tugenden international geschätzt werden und sehr oft den gewünschten Verhandlungserfolg bescheren. „Für uns Österreicher ist es enorm wichtig die Brückenfunktion in die ehemaligen Ostblockstaaten zu nutzen und hier das Heft nicht aus der Hand zu geben, konstatierte Manfred Asamer nüchtern, ...unsere Strategie war es oft im Fahrwasser von Marktführern Märkte zu betreten und uns dann in den Nischen stark zu positionieren. Was internationale Konzerne an Grösse und Kapital voraus haben, kompensieren wir mit Flexibilität und Know-how.“ Wichtig in dem Zusammenhang ist es das lokale Potential an Wissen zu nutzen. Sehr oft begehen grosse Firmen den Fehler, dass sie eine Organisationsmatrix bedingungslos einsetzen wollen ohne diese auf die regionalen Gegebenheiten abstimmen zu wollen und letztendlich, wenn der Karren im Dreck steckt, gar nicht mehr können.

Zufrieden mit der Entwicklung am Bankensektor zeigte sich Franz Gasselsberger: „Als Vertreter einer starken Regionalbank mit einer gesunden Kundenstruktur sind wir mit den Sorgen und Problemen unserer Unternehmen gut vertraut und arbeiten tagtäglich an massgeschneiderten Lösungen.“ Österreichische Betriebe müssen sich vor allem mit neuen innovativen Ideen und Projekten auseinander setzten, dann können auch Sie weiterhin am globalen Markt bestehen - denn Phantasie ist der Werkstoff der niemals ausgeht. Nicht ganz einverstanden mit dem Blick durch die rosa Brille war Reinhold Mitterlehner. Er ortete zuwenig Kontrollinstanzen in den internen Strukturen der Banken, anders könne er sich die Skandale, in die auch die Republik involviert wurde nicht erklären. „Teilweise wird mit Zahlen jongliert, die vor einigen Jahren noch kaum vorstellbar waren.“ Am Ende des Tages sei er jedoch mit der Position seiner Organisation im Konzert der bestimmenden Kräfte zufrieden. Ungewohnt ruhig Werner Beutelmeyer: „Der Verlust von „Souveränität“ kann zu Nationalismus führen. Statt Vertrauen ist das Misstrauen zum Grundtenor der Gesellschaft geworden.“ Er sieht jedoch gute Chancen für Österreich, da wir doch im internationalen Vergleich sehr stabile Systeme besitzen. Zusammenfassend gab es nicht die grossen Ergebnisse und Erkenntnisse an diesem Abend. Schlagwörter, die jedoch für Österreich unabdingbar sind, sind Flexibilität und Diversifikation. Genauso gilt, es Grenzen zu überwinden und keine Scheu vor dem Fremden oder Unbekannten zu haben. (gw)


Quelle: Matchmaker PR / pressbot.net

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22.04.2008 - 15:23 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 134 X