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Kanalisation mit Druck


Dank Druckentwässerung fallen die Erschließungskosten geringer aus


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(djd/pt). Verstreut stehende Gebäude, kaum Gefälle in der Landschaft, hohe Grundwasserspiegel: Es gibt viele Gründe, warum Gemeinden nicht nur im ländlichen Raum beim Bau der Kanalisation nach Alternativen zur Freigefälleentwässerung suchen. Deren Verlegung ist nur in dicht besiedelten Regionen mit natürlichem Gefälle zu vernünftigen Kosten realisierbar. Die Kleinkläranlage als Alternative in einzelnen Anwesen ist zum einen problematisch für die Umwelt, andererseits sind die Investitions- und Betriebskosten für die Hausbesitzer hoch. Die günstigere und mittlerweile immer häufiger anzutreffende Lösung ist daher eine Druckentwässerung. Dabei befördert jedes Anwesen seine Abwässer mittels einer Pumpe in eine öffentliche Druckleitung, der Pumpendruck besorgt auch den Transport zur Kläranlage oder zu weiteren Zwischen-Pumpstationen.



Wartungsarme Leichtgewichte



Einbau und Betrieb von Pumpen - etwa des Typs "Compit" vom Hersteller ITT Flygt - sind heute einfach. Handwerklich versierte Hausherren führen die Installation mit ein oder zwei Helfern und einem Minibagger selbst durch, im anschließenden Betrieb ist die Pumpe so gut wie wartungsfrei (Informationen unter www.mein-compit.de). Ein außen liegendes und nachstellbares Schneidesystem zerkleinert zum Beispiel faserige Stoffe und verhindert zusammen mit dem speziell geformten Schachtboden und schräg abfallenden Wänden Verstopfungen. Trotz ihres geringen Gewichts von rund 180 Kilogramm sind die neuen Pumpengenerationen aus Polyethylen (PE) unempfindlich gegen Druck von bis zu 12,5 Tonnen und in verstärkter Version sogar bis zu 40 Tonnen. Sie können also ohne weiteres auch unter stark befahrenen Flächen wie einer Hofeinfahrt verlegt werden.



Verlegung ohne Gräben



Zur Druckentwässerung genügen schon dünne Rohrdurchmesser, die sich mit modernen Verlegemaschinen ohne Ausheben von Gräben verlegen lassen. Da Probleme mit Bodenbeschaffenheit, Topographie oder Grundwasser vermieden werden, wird die Lösung für viele Gemeinden noch interessanter. Weil die Erschließungs- und Betriebskosten niedriger sind, rechnet sich die Technik auch für die Grundstückeigentümer, die diese Kosten letztlich tragen müssen.

Quelle: djd / pressetreff.de

08.05.2008 - 10:05 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 71 X