Brustkrebs: Therapie von Knochenmetastasen bei Mammakarzinom
Verschiedene Innovationen verbessern die Versorgung von Krebspatienten entscheidend. Trotz dieser positiven Entwicklung haben Krebspatienten aber auch heute noch mit vielen Belastungen zu kämpfen. Bei Brustkrebspatienten im fortgeschrittenen Stadium kommen besonders häufig Komplikationen durch Knochenmetastasen hinzu. Mit einer gezielten medikamentösen Therapie kann jedoch auch hier erfolgreich behandelt werden.
Bis zu 80 Prozent aller Patienten, die an Brust- oder Prostatakrebs leiden, entwickeln Knochenmetastasen. Die Tochtergeschwülste in den Knochen finden sich am häufigsten in Rippen, Wirbelsäule, Becken, Hüft-, Schädel-, Oberarm- und Oberschenkelknochen. Sie können trotz rechtzeitiger Diagnose und operativer Entfernung des Primärtumors entstehen, wenn im Körper verbliebene Krebszellen über die Blutbahn zum Knochen gelangen und dort neue Tochtergeschwülste verursachen.
Symptome der Knochenmetastasen
Infolge der Zerstörung des Knochens treten oftmals Schmerzen auf. Ein Großteil aller Patienten ist davon betroffen. Darüber hinaus besteht ein hohes Risiko für Knochenbrüche, spontan oder selbst bei nur alltäglicher Belastung. Ist die Wirbelsäule angegriffen, kann es zur Wirbelkörperkompression kommen. Durch den Abbau des Knochens kommt es zu erhöhten Kalziumwerten im Blut (Hyperkalzämie). Dies kann zu Schwindel und Verwirrung führen. Knochenmetastasen können jedoch adäquat behandelt und kontrolliert werden. Voraussetzung dazu ist, dass frühzeitig alle Symptome mit dem Arzt besprochen werden, damit eine passende Behandlung erfolgen kann. Bei entsprechender Therapie kann das gewohnte Leben in den meisten Fällen sogar bei gleichbleibender Lebensqualität weitergeführt werden.
Knochenschmerzen zielgerichtet behandeln: Bisphosphonate haben sich bewährt
Die Behandlung der Knochenmetastasen und Knochenschmerzen hat in erster Linie das Ziel, Symptome zu mildern und dadurch die Lebensqualität zu erhalten. Neben Strahlen- und Chemotherapien sowie stabilisierenden Operationen besteht eine wirkungsvolle Therapieoption in der Verabreichung von Bisphosphonaten. Diese lagern sich an und in den Knochen an und überziehen deren Oberfläche wie eine Schutzschicht – bevorzugt in den Regionen, in denen ein erhöhter Knochenumbau stattfindet. Der Knochenabbau wird gebremst und die Stabilität des Skeletts nimmt wieder zu. Dabei wirken Bisphosphonate ebenfalls schmerzlindernd.
Betroffene haben die Wahl: Infusion oder Tablette
Die meisten Bisphosphonate sind nur als Infusion verabreichbar. Seit einigen Jahren steht jedoch auch eine Bisphosphonat-Therapie in Tablettenform zur Wahl. So können Betroffene gemeinsam mit ihrem Arzt bestimmen, ob die Therapie als Infusion oder als Tablette besser geeignet ist. Bei starken Schmerzen, die eine schnelle Schmerzreduktion erfordern, empfiehlt sich eine Infusion. Diese kann als 15-minütige Kurzinfusion erfolgen. Bei der oralen Gabe entfallen Praxis- und Krankenhausaufenthalte und Infusions-bedingte Komplikationen. Dies stellt für viele Betroffene eine erhöhte Lebensqualität dar, da die gewonnene Zeit für eigene Bedürfnisse, in der Familie oder mit Freunden genutzt werden kann. Außerdem macht die orale Bisphosphonatgabe sie frei für einen längeren Urlaub oder für eine adäquate Behandlung zu Hause. (06/2008 MEDIZIN ASPEKTE)
Für Betroffene kann es sehr wichtig sein, das Ausmaß ihrer Schmerzen zu dokumentieren. So erhalten sie einen Überblick über den Krankheitsverlauf. Außerdem hilft der dokumentierte Schmerzverlauf dem Arzt, seinen Therapieerfolg zu kontrollieren. Sehr gut geeignet ist hierfür ein spezielles Schmerztagebuch. Dieses kann beispielsweise kostenfrei bei der Roche Pharma AG bestellt werden.
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Quelle: MCP Wolff GmbH / pressbot.net
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03.06.2008 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 130 X
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