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Franz Kassecker GmbH - Sanierung des geschützten Ennericher Bahntunnels


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Rund 80 Kilometer nordwestlich von Frankfurt, an der Bahnstrecke Wetzlar - Niederlahnstein, befindet sich der 494 Meter lange, im Jahr 1882 erbaute und unter Ensemble-Schutz stehende Ennericher Tunnel der Lahntalbahn. Der Bauherr, die DB Netze mit Sitz in Frankfurt, hatte die Franz Kassecker GmbH mit der Ausführung einer Grundsanierung des maroden Bauwerks beauftragt - allerdings unter strengen Auflagen. Die Bauplanung hatte K + S Ingenieurkonsult aus Nürnberg, die Bauüberwachung das Unternehmen BPB GmbH aus Koblenz.

Die sechs Millionen Euro teure Maßnahme verlangte auf der einen Seite innovative Ingenieurleistungen, um den Bahnverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. Als Voraussetzung für sämtliche Sanierungsarbeiten an diesem Kulturdenkmal galt, den planmäßigen Bahnverkehr während der Arbeiten aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite forderte die Baumaßnahme den vollen Einsatz des 40 bis 50 Mann starken Bautrupps, gearbeitet wurde über 18 Monate hinweg sieben Tage die Woche zwischen 21.30 Uhr abends und 4.30 morgens.

Einen neuralgischen, in die Bauausführung einzubeziehenden, Punkt stellte weiter die direkt vor dem Tunnel gelegene enge Bahnbrücke dar, die die Arbeiten, aber auch die Baustellenlogistik zusätzlich erschwerte. Der Tunnel Ennerich weist eine fast runde Querschnittsform mit einer lichten Weite von 8,08 Meter und einer lichten Höhe von 9,56 Meter auf, was den Aktionsradius der Baugeräte zudem stark einengte.

Die Franz Kassecker GmbH wurde von der Deutschen Bahn über deren Tochter DB Netze mit der Ausführung der Arbeiten betraut, weil das Oberpfälzer Unternehmen im Sektor Bau in bewährter Weise die Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens mit dem Know-how und der Erfahrung eines großen Konzerns vereint. Dabei bedient das Bauunternehmen traditionell die vier unternehmerischen Hauptbereiche Stahlbau und Metallbau, den Hoch- und Industriebau, den Tiefbau und – im konkreten Fall - den Ingenieurbau. Beim renommierten Bauspezialis-ten können Kunden auf langjährige Erfahrungswerte, eingespielte Expertenteams und übergreifendes Know-how in allen relevanten Bauleistungssparten vertrauen, was zudem den Ausschlag für die Auftragserteilung ergab.

Spezialkonstruktion: Zweiteiliger Schalwagen

Die Schalungsspezialisten der Unternehmens „Doka“ unterstützten mit einem speziellen „Kompetenzcenter Tunnel“ die Firma Kassecker, um die nicht alltägliche Aufgabe technisch und wirtschaftlich zu bewältigen.

Im ersten Schritt wurde, ausschließlich in Nachtarbeit, der Großteil des Projekts - exakt 406 Tunnelmeter, mit Spritzbeton – wo notwendig mit Rippen - erneuert.

Der restliche 88 Meter lange Abschnitt wurde in einem zweiten Arbeitsgang ebenfalls nachts saniert. Für die komplexen Arbeiten stand der zweigleisige Eisenbahntunnel aber lediglich an den Wochenenden zur Verfügung. Für den in Ortbeton zu sanierenden Abschnitt kam eine spezielle, aber einfach und schnell zu handhabende Schalungskonstruktion zum Einsatz. Die erfüllte die Anforderung, für den Tunnel nach dem Betonieren möglichst schnell wieder freie Fahrt für den Schienenverkehr zu bekommen, ohne der Betonkonstruktion durch zu frühes Aus-schalen zu schaden.

Auch die beiden Tunnelportale bekamen eine den denkmalschützerischen Auflagen entsprechende Auffrischung. Das Ostportal wurde dabei von Grund auf saniert. Das schwer beschädigte Westportal musste teilweise abgetragen und neu aufgebaut werden. Auch während dieser Tätigkeiten konnte der Bahnverkehr auf der Strecke der Lahntalbahn planmäßig weiterlaufen.

Für die eigentlichen Betonierarbeiten an neun Abschnitten mit je 9,70 Meter Länge war ingenieurtechnisches Know-how gefragt, so entwickelte man für die Baustelle zum Beispiel einen speziellen schienengebundenen, zweiteiligen Schalwagen.

Spezielle Beton-Nachbehandlung

Um den Beton im zugigen Tunnel vor zu raschem Austrocknen und Abkühlen sowie der damit verbundenen Rissbildung zu schützen, war eine spezielle Nachbehandlung erforderlich. Hierzu diente ein separater Spezialwagen.

„Während der Wochentage parkten die Wagen für den Arbeitseinsatz „Ortbetonschale“ auf einem nahe gelegenen Abstellgleis, um die Durchgangsgleise frei zu halten“, berichtet Spartenleiter Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Hutzler von der Franz Kassecker GmbH. Zu Beginn der Tunnel-Sperrzeit am Wochenende zog ein Gleisbagger die Wagen nacheinander in den Tunnel. Um diese durch den Portalbereich in den Tunnel einzufahren zu können, mussten die riesigen Wägen zum Teil sogar mit Handwinden abgesenkt werden.

Nach einer Bauzeit von eineinhalb Jahren ist die Tunnelsanierung jetzt – zur Zufriedenheit des Auftraggebers Deutsche Bahn – abgeschlossen, die Züge haben rund um die Uhr wieder „Grünes Licht“ für den Ennericher Tunnel.

Weitere Infos erhalten Sie bei: Franz Kassecker GmbH, Egerer Straße 36, 95652 Waldsassen, Tel. 09632/501-0, Fax 09632/501-290, eMail infokassecker.de, http://www.kassecker.de


Quelle: MM-PR GmbH / pressbot.net

Ihr Ansprechpartner:

Firma: MM-PR GmbH
Name: Elisabeth Grimmer
Straße: Markt 9
Stadt: - 95615 Marktredwitz
 
 
Telefon: 09231/9637-0
Fax: 09231/63645
 
WWW: www.mm-pr.de
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09.06.2008 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 153 X