Milchbauern sichern die Nahversorgung
Verbraucher wollen faire Preise zahlen
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(djd/pt). Was eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel betrifft, zeigen sich die deutschen Verbraucher in einer aktuellen Umfrage erstaunlich gut informiert. So schätzte mit 35 Prozent der größte Teil der Befragten die Produktionskosten der Milch beim Bauern auf 41 bis 50 Cent. Mit dieser Einschätzung liegen die Verbraucher laut Stefan Mann, Vorstand im Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. (BDM), genau richtig. In der Vergangenheit bekamen die Bauern aber weit unter 40 Cent, teils sogar unter 30 Cent für ihre Milch - zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben, wie Stefan Mann bemerkt. Bei der aktuellen Kostenentwicklung für Futter und Energie stünden bereits heute viele Milchviehhöfe vor dem Aus.
Kunden wollen keine Billigmilch
Für die extrem niedrigen Preise von Milch und Milchprodukten in den Kühlregalen der Discounter sind nicht in erster Linie die Verbraucher verantwortlich. Sie sind laut der Emnid-Studie durchaus bereit, für Milch aus deutschen Landen etwas tiefer in die Tasche zu greifen. 32 Prozent der Befragten würden für den Liter Milch elf bis 20 Cent mehr zahlen, 25 Prozent sogar mehr als 20 Cent, und immerhin 28 Prozent sind bereit, freiwillig bis zu zehn Cent mehr zu berappen. "Die Einstellung der Verbraucher zu fairen Milchpreisen, die übrigens auch eine Umfrage des ,Stern" bestätigt hat, zeigt uns, dass wir mit unserer Kampagne und dem Milchlieferstop genau richtig lagen", ist Romuald Schaber, Vorsitzender des BDM und selbst Milchviehhalter im Bayerischen Allgäu, überzeugt.
Faire Preise sichern Nahversorgung mit Milch
Die gestiegenen Preise sind für ihn die Grundvoraussetzung, um in Deutschland eine dauerhafte Nahversorgungsinfrastruktur für Milch sicherzustellen. Damit werde das Land nicht von Importen abhängig und sowohl die Versorgung mit Frischmilch als auch ein hoher Qualitätsstandard seien sicher. Außerdem können die Bauern weiterhin ihrer Funktion als Landschaftspfleger nachkommen, die besonders in sensiblen Regionen, etwa in Alpentälern, sonst auf Kosten der Steuerzahler erledigt werden müssten.
Quelle: djd / pressetreff.de
14.06.2008 - 10:04 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 109 X