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Öfter mal krank... Gesundheitsmanagement im Unternehmen


von Beate M. Reisinger*
"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts." Selbst fast 150 Jahre später ist das Zitat Schopenhauers so aktuell wie eh und je: Gesundheit ist nicht nur eine individuelle, sondern auch eine betriebs- und volkswirtschaftliche Größe. Denn Arbeitnehmer melden sich wieder häufiger krank - wie das wissenschaftliche Institut der Allgemeinen Ortskrankenkassen berichtet, ist der Krankenstand bei den 9,5 Millionen Versicherten der AOK im Jahre 2007 erstmals wieder angestiegen – Prävention ist deshalb ein entscheidender Faktor: ein effizientes Gesundheitsmanagement in Unternehmen kann Ausfällen vorbeugen, Mitarbeiter motivieren und langfristig den wirtschaftlichen Erfolg steigern.

Montag Morgen, halb sechs: Marios Wecker klingelt zur Frühschicht. Draußen ist es noch dunkel. Das Aufstehen will nicht so recht gelingen, das ganze Wochenende hat Mario geschuftet in seinem Nebenjob, er muss Schulden abbezahlen. Halb Sechs ist einfach zu früh, außerdem hat er keine Lust auf diese Arbeit. Mario hat einige Semester Technik studiert und dann die Technikerausbildung absolviert - damit ist er zwar allen seinen Kollegen weit überlegen, dafür aber auch überqualifiziert für seinen Posten. Mit seinen Kollegen wird er nicht so recht warm, genauso wenig wie mit seinem Chef : noch grün hinter den Ohren, 10 Jahre jünger als er und der Situation überhaupt nicht gewachsen. Draußen ist es immer noch dunkel, mittlerweile ist es 05.40 Uhr. Mario ist erschöpft, er kann jetzt unmöglich aufstehen. Vermissen wird ihn da eh keiner, denkt er sich und dreht sich noch einmal um. Vor zwei Tagen hat er in der Zeitung gelesen, dass eine Grippewelle Deutschland im Griff hat – tja, und nun auch ihn. Eine Woche „Krankheit“ ist da auf jeden Fall drin. Mario hat einen vertrauenswürdigen Arzt, der ihn vor einigen Monaten schon wegen Erschöpfung krankgeschrieben hat, den wird er wieder aufsuchen.
Mario produziert wie viele andere MitarbeiterInnen in Unternehmen Fehlzeiten. Fehlzeit heißt nicht unbedingt Krankheit, wie das Beispiel zeigt. Und diese Fehlzeiten, egal wie sie entstehen, kosten den deutschen Unternehmen Jahr für Jahr Unsummen an Geld. Deshalb werden zahlreiche Führungskräfte auf Seminare geschickt, um zu lernen, wie man sogenannte Fehlzeitengespräche führt, Ursachen ermittelt und Mitarbeiter motiviert. Das führt meist sogar kurzfristig zum Erfolg, doch dann steigt die Quote wieder an. Andere Prioritäten sind wichtig, die Gewinne entwickeln sich erfreulicher, und schon sind die Fehlzeiten kein Thema mehr. Wer soll das auch monitoren, koordinieren, controllen?
Doch Veränderungen brauchen Zeit. Um langfristig Fehlzeiten abzubauen, bedarf es eines ganzheitlichen Fehlzeitenmanagements. Basis hierfür ist eine effektive Organisationsstruktur zur Bearbeitung der Fehlzeiten, mit geeigneten Instrumenten wie Leitfaden, Checkliste, Ablaufschema, etc. Alle Fehlzeiten sollten in einer zentralen Datei erfasst werden, die auch eine statistische Analyse ermöglicht. Doch langfristig reicht es nicht, die Fehlzeiten genau zu erfassen – vielmehr muss sich jeder Unternehmer auch fragen, warum gehäufte Fehlzeiten auftreten. Mängelbeseitigung und Prävention sind hier die Schlüsselwörter. Um hier Erfolg zu haben, ist eine ehrliche und regelmäßige Kommunikation mit den Mitarbeitern unerlässlich. Vielleicht reichen schon einfache Maßnahmen aus, wie zum Beispiel eine Anpassung der Schichtmodelle, um bestimmte Mitarbeitergruppen wieder zu motivieren. Auch eine Kooperation mit einem Kindergarten, einem Fitnessinstitut einer mobilen Massagepraxis, einem Hol- und Bringservice für Wäsche kann Wunder wirken. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn sich die Mitarbeiter um ihre Arbeit kümmern können und nicht belastet sind mit bestimmten logistischen Zwängen, ist alles entspannter. Vertrauen und Kommunikation, zusammen mit einer konsequenten Umsetzung der Kontrollmaßnahmen, sind die Schlüsselfaktoren, um die Fehlzeitenquote dauerhaft zu senken.
Über die Fehlzeitenbearbeitung hinaus ist ein effizientes Gesundheitsmanagement eine richtungsweisende Präventionsmaßnahme: Es geht um Gesundheit statt Fehlzeitenbetrachtung, Empowerment statt Fürsorge, Analysen/Tendenzen betrachten statt einer reinen Zahlenhörigkeit und die tatsächlich erbrachte Leistung statt Anwesenheit. Die Grundidee ist, die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken – was langfristig die Motivation und Leistungsfähigkeit kräftigt und erhöht. Darauf spezialisierte Beratungsfirmen bieten Unterstützung für Unternehmen an, um ein ganzheitliches und maßgeschneidertes Gesundheitsmanagement mit individuell abgestimmten Maßnahmen zu implementieren: so wird der Betriebsalltag „gesünder“ gestaltet – nach ergonomischen Gesichtspunkten, oder auch mittels eines neu aufzubauenden internen Gesundheitsprogrammes. Suchtberatung, Alkohol- und Rauchentwöhnung, Ernährungs- und Fitnessberatung, Entspannungstraining und Seminare zu Stressmanagement ergänzen ein effizientes Gesundheitsmanagement – und sorgen dafür, dass die Mitarbeiter wieder gesund und motiviert zur Arbeit kommen.
* Beate M. Reisinger arbeitet als Coach, Managementtrainerin und Projektleiterin/Interimsmanagerin in Human Resources Themen seit Jahren erfolgreich in Deutschland und auf Europaebene.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei Beate M. Reisinger, Nymphenburger Straße 211, 80639 München, unter der Telefonnummer 089/1675276, per E-Mail: infobmr-managementsolutions.de oder im Internet: www.bmr-managementsolutions.de

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Quelle: PR Check / pressbot.net

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21.08.2008 - 11:06 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 70 X

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