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Trinkwasserverbrauch im Saarland stark gesunken Umweltminister Mörsdorf: "Unser Trinkwasser ist ausgezeichnet!"




Der Trinkwasserverbrauch im Saarland ist in den vergangenen 30 Jahren um fast ein Drittel zurückgegangen. Im Saarland ist Trinkwasser in ausreichender Menge und in hervorragender Qualität vorhanden!

Zu diesem Fazit kam Umweltminister Stefan Mörsdorf, der bei einer Vortragsveranstaltung der saarländischen Wasserversorgungsunternehmen über die Situation der saarländischen Trinkwasserversorgung berichtete. "Sauberes Trinkwasser ist längst keine Selbstverständlichkeit. Auch heute haben rund 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer sicheren Trinkwasserversorgung und 2,4 Milliarden Menschen verfügen über keine entsprechende Wasserentsorgung", so Umweltminister Stefan Mörsdorf.

Im Saarland ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser hingegen völlig entspannt und auch was die Qualität des geförderten Grundwassers angeht, gibt es keine Probleme: Derzeit beträgt der Trinkwasserverbrauch im Saarland deutlich weniger als 80 Millionen Kubikmeter. Im Jahr 1976 betrug die Grundwassergebrauch für Gewerbe, Industrie und Haushalte im Saarland dagegen noch 116 Millionen Kubikmetern.

Da mit den weiter abnehmenden Bevölkerungszahlen auch eine Abnahme des Wasserverbrauches verbunden ist, wird sich auch die ökologische Situation weiter verbessern. Die Arbeitsgruppe Bevölkerungsentwicklung schätzt, dass im Jahre 2025 - bei sonst gleich bleibenden Gebrauchsgewohnheiten - alleine auf Grund der schwindenden Bevölkerungszahl, die Wasser-Gesamtförderung auf 62 Millionen Kubikmeter zurückgehen wird. Geht man davon aus, dass bei sparsamen Umgang mit Trinkwasser auch der pro Kopf-Wasserverbrauch sinkt, so kann man hochrechnen, dass die Förderung von Grundwasser in rund 25 Jahren sogar unter 30 Millionen Kubikmeter zurückgehen wird. Damit wird sich der Grundwassergebrauch in weniger als einem halben Jahrhundert um mehr als die Hälfte reduziert haben.

"Was die Menge des vorhandenen Trinkwassers angeht, brauchen wir uns im Saarland keine Sorgen zu machen. Umso wichtiger ist der Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen. Der Ausweisung von Wasserschutzgebieten kommt daher nach wie vor ein hoher Stellenwert zu", so Umweltminister Stefan Mörsdorf.

Zurzeit sind etwa 17 Prozent der Landesfläche als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Weitere zwölf Prozent sollen noch unter Schutz gestellt werden, so dass in den nächsten Jahren etwa 29 Prozent der Landesfläche Wasserschutzgebiete sein werden.

Der mittlere Wasserpreis beträgt im Saarland rund 1,5 Euro für einen Kubikmeter Trinkwasser. Frei Hausanschluss zahlt der Bürger also etwa 0,15 Cent pro Liter. Für den täglichen Trinkwasserbedarf von etwa 130 Liter zahlt der Bürger also rund 20 Cent. Damit ist Trinkwasser das preiswerteste Lebensmittel.

"Auch wenn die Organisationsstruktur der Wasserversorgung derzeit kontrovers diskutiert wird, bin ich davon überzeugt, dass die Diskussion über die Liberalisierung zu einem guten Ergebnis führen wird, von dem Wasserversorger und Wassernutzer profitieren werden. Die gegenwärtige kommunale Struktur der Wasserversorgung halte ich für einen großen Qualitätsvorteil, von dem für Umwelt und die Nutzer profitieren. Diese kommunale Verantwortlichkeit muss und sollte nach meiner Einschätzung erhalten bleiben."

Mörsdorf sagte weiter, dass gerade die oft großen Unterschiede im Trinkwasserpreis sowie die vergleichsweise hohe Zahl saarländischer Wasserversorgungsunternehmen einen gewissen Modernisierungsbedarf vermuten lassen. Durch geeignete Kooperationen oder Zusammenschüsse ließen sich schließlich auch die Potenziale für eine preiswerte Bereitstellung des kostbaren Rohstoffes Wasser besser ausschöpfen.



Internet-Link zur Druckversion: http://www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=7667





17.06.2005 - 11:36 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 661 X