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Quereinsteiger auf dem Sprung in den bayerischen Landtag: Porträt über den FDP-Landtagskandidaten Dr. Wolfgang Heubisch


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Was bringt einen gestandenen Mediziner dazu, noch mit 62 Jahren für den Bayerischen Landtag zu kandidieren? Langeweile kann es bei Dr. Wolfgang Heubisch jedenfalls nicht gewesen sein: Der Familienvater, der bei der Landtagswahl am 28. September 2008 für die Oberbayern-FDP auf dem 5. Listenplatz antritt, betreibt in München eine renommierte Zahnarztpraxis, ist Präsident des Verbandes Freier Berufe in Bayern e.V. und Vizepräsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Es war die berufliche Zusammensetzung des Bayerischen Landtages, die den Quereinsteiger zur Kandidatur bewogen hat: „Im Landtag sind kaum Unternehmer oder Freiberufler, zu wenig Leute aus der Praxis“, berichtet Heubisch über seine Beweggründe.

Unterstützt wird er von seiner Ehefrau Barbara und seinen drei Kindern (14, 16 und 18 Jahre): „Sie haben meine kurzfristige Kandidatur positiv aufgenommen.“ Durch die Tätigkeit als Verbandsvertreter sind Heubisch politische Gepflogenheiten und Spitzenpolitiker bekannt. In seiner Zahnarztpraxis wird er mit dem Alltag konfrontiert: „Ich kenne die Sorgen und Nöte meiner Patienten und weiß wie schwer es ist, als Angestellter in München leben zu können“, sagt Heubisch. Er widerlegt das Vorurteil, dass die FDP die „Partei der Besserverdienenden“ sei: „Wir brauchen eine faire Steuerpolitik von der alle profitieren, vom einfachen Arbeiter bis zum Unternehmer“, so der Landtagskandidat. Dafür setzt sich Heubisch unter anderem für eine generelle Senkung der Steuerlast ein: „Die Arbeitnehmer müssen endlich wieder mehr von dem behalten, was der Arbeitgeber für sie aufwendet.“ Zusammen mit mehreren Mitstreitern hat er das „Bündnis für mehr Netto“ gegründet, das auch einen Abbau von Subventionen fordert.

Mediziner und Diplomkaufmann

Der Landtagskandidat ist gebürtiger Münchner, wuchs in Großhadern auf und stammt aus einer sehr kunstinteressierten Familie: Seine beiden Onkel Lothar Dietz (1896-1976) und Elmar Dietz (1902-1996) waren bekannte Bildhauer. So stammt zum Beispiel die wiederhergestellte Quadriga auf dem Siegestor von Elmar Dietz. Nach der Volksschule besuchte Heubisch das Max-Planck-Gymnasium in Pasing, wo er 1967 das Abitur machte. Die 68er-Rebellion hat er in der Landeshauptstadt miterlebt, allerdings friedlich, wie er betont. Nach der Schulzeit begann Heubisch eine Lehre zum Bankkaufmann und studierte im Anschluss daran an der Ludwig-Maximilian-Universität Betriebswirtschaftslehre. Nach der erfolgreich bestandenen Diplomprüfung konnte er endlich einen der begehrten Plätze für seinen Traumstudiengang ergattern: „Denn eigentlich wollte ich schon immer Zahnmedizin studieren.“

Seit 20 Jahren ist Heubisch Mitglied in der FDP. Als künftiger Landtagsabgeordneter will er in der Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitspolitik Akzente setzen. Der Gesundheitsexperte warnt vor der geplanten Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar kommenden Jahres: „Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber werden höhere Krankenkassenbeiträge zu zahlen haben, ohne dass die Patienten eine bessere Versorgung erhalten.“ Bei der Bildungspolitik will er sich für individuelle Chancengleichheit stark machen.

Anhänger der Liberalitas Bavariae

Der Tag beginnt für Heubisch spätestens um 5.30 Uhr. Mit Joggen und Squash hält sich der Frühaufsteher fit, Entspannung findet er am Liebsten bei ausgiebigen Radtouren durch den Englischen Garten oder im eigenen Garten am Schwabinger Bach. Sich selber beschreibt er als „äußerst toleranten Menschen“ mit „sozialer Ader“. Heubisch ist ein typischer Anhänger der Bayerischen Lebensart mit ihren Bräuchen und der so genannten Liberalitas Bavariae: Als „leben und leben lassen“, interpretiert der Volksmund diese Lebenseinstellung, die jeder (unsinnigen) Bevormundung skeptisch gegenübersteht.

Gerne besucht Heubisch die Münchner Museen. Nur bei der Architektur wird er kritisch: „Ich finde die Architektur in München zu angepasst, sie könnte ruhig mehr Mut vertragen.“ Laut aktuellen Umfragen hat Heubisch gute Chancen Ende September in den bayerischen Landtag gewählt zu werden. Einen Vorgeschmack auf das Politikerleben hat er bereits erhalten: Täglich erreichen ihn dutzende Briefe und Mails mit Fragen und Ansichten zu seinen politischen Standpunkten. „Bis zur Wahl werde ich alle Zuschriften beantworten“, verspricht er.

(Internet: www.wolfgang-heubisch.de, www.buendnis-fuer-mehr-netto.de, www.kandidatenwatch.de)

Quelle: bayern-nachrichten.de / pressbot.net

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28.08.2008 - 16:45 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 108 X

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