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Wo die Natur beim Trauern hilft


Mehr als eine Bestattungsform: Die Alternative Friedwald liegt im Trend


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(djd/pt). Von der teuren Grabstelle mit Steinsetzung bis zur aufwendigen Grabpflege: Diese traditionelle Art der letzten Ruhe möchten heute immer weniger Menschen. Dass viele Deutsche inzwischen eine ganz bestimmte Alternative favorisieren, zeigt eine aktuelle Emnid-Umfrage: Sie ergab, dass sich jeder dritte Befragte eine Baumbestattung in einem Friedwald vorstellen könnte.



Naturbestattung im Trend



Aus dem neuartigen Konzept Naturbestattung hat sich schnell ein bundesweiter Trend entwickelt. Denn die Möglichkeit, die Asche Verstorbener an den Wurzeln eines Baumes in einem Wald beisetzen zu lassen, bietet sich hierzulande erst seit rund sieben Jahren. 2001 entstand im hessischen Reinhardswald der erste Friedwald auf deutschem Boden. Heute gibt es überall zwischen Küste und Bodensee, Saarland und Brandenburg Friedwälder. Ihre Zahl ist inzwischen auf insgesamt 26 angewachsen - und es werden immer mehr. Anfängliche Gerüchte, Wildtiere könnten die Urnen ausgraben, haben sich als modernes Märchen erwiesen, und auch die Schwierigkeiten mit den Kirchen, die der natürlichen Bestattungsalternative zunächst kritisch gegenüberstanden, sind längst überwunden. Bester Beweis dafür: Im vergangenen Jahr wurde in Unterfranken das erste Areal in kirchlicher Trägerschaft eröffnet, der Evangelisch-Lutherische Friedwald am Schwanberg.



Tröstlicher und würdiger Ort für die Trauer



Eine Hauptrolle in dieser Erfolgsgeschichte spielen die Friedwälder selbst: große, natürlich gewachsene Eichen- und Mischwälder, die in den schönsten Waldregionen Deutschlands liegen und in nichts einem Friedhof ähneln. Nur Namenstafeln erinnern daran, dass an den Wurzeln der Bäume die Asche eines oder mehrerer Verstorbener beigesetzt ist. Viele Menschen empfinden die Atmosphäre dieser Naturumgebung, die Angehörigen ganz eigene und private Möglichkeiten zu trauern eröffnet, als Balsam für die Seele. Auch der Ruhebaum selbst, den man schon zu Lebzeiten auswählen und immer wieder besuchen kann, wird häufig zum Freund und Tröster. Für Edda Spieß aus Darmstadt etwa ist ihre Buche Teil ihres Lebens geworden, der Gedanke an "ihren" Baum nimmt ihr nach eigenem Bekunden sogar die Angst vor dem Tod.



Vielfältige Angebote



Die Dame aus Hessen ist diesbezüglich allerdings die Ausnahme. Allzu oft wird die eigene Sterblichkeit verdrängt. Die bessere Alternative ist es, alles im Voraus und beizeiten zu regeln. Die Gewissheit, Vorsorge getroffen zu haben, kann eine große Beruhigung sein. Inzwischen gibt es viele Anbieter von Baumbestattungen. Doch nicht alle haben das gleiche Leistungsangebot, insbesondere was die Betreuung und den Service für Angehörige angeht. Wer plant, sich für eine Bestattung in der Natur zu entscheiden, sollte also den Service der Anbieter im Vorfeld sorgfältig vergleichen. Unter www.friedwald.de findet man daher nicht nur den nächstgelegenen Wald, sondern kann sich rund um die Themen Bestattung und Trauerfeier informieren. Ausführlich werden auch Themen wie Testament oder Patientenverfügung vorgestellt.

Quelle: djd / pressetreff.de

07.10.2008 - 10:05 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 66 X

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