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DIE KUNST DER PROBE

Vom 15. Januar bis zum 3. Februar 2009 findet in den Räumen von AKT-ZENT ein zweiteiliges Seminar für Regisseure, Schauspiellehrer und Schauspieler/innen unter der künstlerischen Leitung von Dr. Jurij Alschitz statt. Der erste Teil - Die Kunst der Analyse - vom 15. bis 23. Januar; der zweite Teil - Die Kunst der Probe - vom 26. Januar bis 3. Februar. Die beiden Seminare bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden.

Diese Seminare sind eine einzigartige Möglichkeit für Regisseure, Schauspiellehrer und Schauspieler aus ganz Europa, einen intensiven Einblick in die Forschung der „European Association for Theatre Culture“ zu erhalten. Diese basiert auf der traditionellen Linie K. Stanislawskij – M. Knebel – A. Wassiliew und den aktuellen Forschungen von Jurij Alschitz.
Der erste Teil basiert auf die Rollen- oder Stückanalyse, die nichts anderes als ein Prozess der Erkenntnis ist. Ein zeitgemäßes theaterbezogenes

Denken erfordert heute eine Analyse, die unterschiedlichen Richtungen folgt: vertikal und horizontal, aus verschiedenen Perspektiven und auf der Grundlage von unterschiedlichen Weltanschauungen und Wissenschaften. Jurij Alschitz hat darüber hinaus einen neuen Weg für die Analyse einer Rolle gefunden - nämlich Fragen an sie zu stellen. Er nennt es „40 Fragen an eine Rolle“. Wer die Gesetze, nach denen ein Stück oder eine Rolle geschrieben wurde, verstanden hat, wird auch einen neuen Weg zur Realisierung der eigenen Bühnensprache finden.

Die Grundlage von Jurij Alschitz´ Theaterarbeit ist, den Schauspieler als den „Autor seiner eigenen Rolle“ zu betrachten. Das stellt den Regisseur vor die Frage, wie er das kreative Potential des Schauspielers stimulieren kann. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer sehr intensiven Analyse des Textes, der richtigen Probenmethode und eines dazu passenden Schauspieltrainings. Diese drei Elemente - Training, praktische Analyse und Probenarbeit - müssen organisch miteinander verbunden werden und sind Gegenstand des zweiten Seminars.
Das Seminar beinhaltet Vorträge zur Methodik und praktische Bühnenarbeit mit individueller Beratung.

Zusätzlich kann ein morgendliches Training mit Christine Schmalor besucht werden. Es dient dem eigenen Warm-up, vor allem soll aber das Thema behandelt werden: wie baut, komponiert und entwickelt man praktische Übungen“. Die Menge an Übungen, die ein Lehrer oder Regisseur im Gepäck hat, ist nicht entscheidend, sondern das Know-how, wie diese anzuwenden und im gegebenen Fall zu entwickeln sind. Ein Geheimnis des Trainings liegt darin, wie aus einfachen Komponenten komplexe Vorgänge, aus einfachen Aufgaben komplizierte Kompositionen, aus Spielereien ganze Szenen entstehen. Das Training ist ein praktisches Werkzeug, mit dem der Regisseur ganz andere Beziehungen zum Schauspieler aufbauen kann; für den Lehrer ist es das Fundament seines Berufes.

Mehr Informationen finden Sie auf www.theatreculture.org


Quelle: AKT-ZENT Internationales Theaterzentrum / pressbot.net


Details zur verantwortlichen Redaktion:


Firma: AKT-ZENT Internationales Theaterzentrum
Ansprechpartner: Brigitte Baumgart
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