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Deutschland muss stärker vom Kreuzfahrttourismus profitieren




Nur ein einziges Kreuzfahrtschiff wird gegenwärtig unter deutscher Flagge betrieben

Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu den Perspektiven des Kreuzfahrttourismus erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB, und der zuständige Berichterstatter, Jürgen Klimke MdB:

Der Kreuzfahrttourismus ist ein bedeutendes Segment der deutschen Tourismuswirtschaft, das trotz der allgemeinen Konsumzurückhaltung seit Jahren hohe Wachstumsraten erzielt. Die Zahl der Passagiere im deutschen Kreuzfahrtmarkt lag 2004 mit fast 900.000 weit mehr als doppelt so hoch wie 1996. Dies ergibt sich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die Chancen dieses Wachstumssegments für den Wirtschaftsstandort Deutschland scheint die Bundesregierung jedoch noch nicht so recht erkannt zu haben. Weder liegen ihr Zahlen zu den damit in Deutschland gesicherten Arbeitsplätzen vor noch Erkenntnisse über Wettbewerbsverzerrungen für deutsche Unternehmen innerhalb der EU oder weltweit. Wer aber die komplexen Probleme z. B. bei grenzüberschreitenden Flusskreuzfahrten überhaupt nicht kennt, kann die Branche auch kaum unterstützen.

Dabei sind die Arbeitsplatzeffekte des Kreuzfahrttourismus für den Wirtschaftsstandort Deutschland sehr vielfältig: Neben der Crew und dem Servicepersonal an Bord der Kreuzfahrtschiffe wird nicht nur Beschäftigung in Reedereien, bei Reiseveranstaltern und in Reisebüros gesichert, sondern auch in Häfen, bei Zulieferbetrieben aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, bei Transport- und Logistikunternehmen und beim Hotel- und Gaststättengewerbe. Außerdem profitieren deutsche Werften und ihre breit gefächerten Zulieferer aus verschiedenen Handwerkszweigen bis hin zur Theaterindustrie erheblich vom Schiffsneubau sowie von Kapazitätserweiterungen, Überholungen und Wartungen älterer Kreuzfahrtschiffe.

Offensichtlich erfolglos ist die Bundesregierung im Bereich der Hochseekreuzfahrt auch in ihren Bemühungen, das Ausflaggen von Schiffen aus der deutschen Flagge zu verhindern und den damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen sowie seemännischem Know-hows zu stoppen und ins Gegenteil umzukehren. Nur ein einziges Kreuzfahrtschiff wird gegenwärtig unter deutscher Flagge betrieben, während 23 Kreuzfahrtschiffe unter ausländischer Flagge für deutsche Reedereien und Veranstalter fahren. Dies muss und wird sich nach der Bundestagswahl unter einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung ändern.

 

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Quelle: CDU/CSU-FRAKTION / pressrelations.de

13.09.2005 - 18:04 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 340 X