Schnappauf: 16 Jahre Naturschutzarbeit waren erfolgreich
Inzwischen dreimal mehr Arnika-Wiesen
München, 19. Juni 2005 - Eine positive Bilanz über die Entwicklung der Artenvielfalt zog Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute beim Besuch der Teuschnitzaue (Lkr. Kronach). Schnappauf: "Sechzehn Jahre Naturschutz-Engagement trägt Früchte. Dank des bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms hat sich der Bestand an Arnika-Wiesen in der Teuschnitzaue nahezu verdreifacht." Das Arten- und Biotopschutzprogramm ""Teuschnitzaue"" ist als eines der ersten drei Projekte in Bayern überhaupt gestartet worden." Um der rapiden Veränderung des Landschaftsbilds und dem Rückgang typischer Pflanzen und Tierarten als Folge des Strukturwandels in der Landwirtschaft im Tal der Teuschnitz gegenzusteuern, werden seit 1989 unter der Trägerschaft des Landschaftspflegeverbands vielfältige Maßnahmen ergriffen: Die Rücknahme von Aufforstungen ermöglicht Ausbreitungskorridore für Pflanzen- und Tierarten; neu angelegte Hecken und Kleingewässer dienen als ""Trittstein-Biotope""; ein spezielles Wiesenpflege-Programm soll den Erhalt bedrohter Pflanzen, z.B. von Arnika, Bärwurz und verschiedenen Orchideenarten, sichern. Schnappauf: "Die Bauern mähen einmal jährlich, auf Düngung wird verzichtet. Wenn, wie hier in der Teuschnitzaue, alle an einem Strang ziehen, ist Naturschutzarbeit erfolgreich."
Mit einem Netz aus Biotopverbünden betreibt Bayern nach den Worten Schnappaufs verstärkt und erfolgreich Naturschutz: Von großen Kernflächen, beispielsweise Naturschutzgebieten, sollen sich die Pflanzen- und Tierarten ausbreiten können. Fluss- und Bachauen, die Stufenränder der Mittelgebirge sowie Biotopinseln zwischen den Kernflächen, sog. Trittsteinen, fördern Wanderung und Austausch der Tiere und Pflanzen. Inzwischen umfasst das landesweite BayernNetz Natur 320 Biotopverbundprojekte.
Weitere Informationen: http://www.natur.bayern.de
20.06.2005 - 10:56 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 479 X
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