Mobile Telemedizin - auf Stand-by mit dem Arzt
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(djd/pt). Wer krank ist, geht zum Arzt. Mit Hilfe moderner Mobilfunktechnologie jedoch wird heute mancher Besuch beim Mediziner überflüssig. Dank mobiler Überwachungsgeräte können Ärzte den Gesundheitszustand ihrer Patienten immer häufiger aus der Ferne überwachen und die Diagnosen via Handy stellen.
Telemedizinische Anwendungen kombinieren Mobilfunk- und Computertechnologie. Sie werden heute schon bei vielen Krankheitsbildern erfolgreich eingesetzt. Vor allem chronisch Kranke, die zum Beispiel unter Bluthochdruck, Asthma oder Diabetes leiden und regelmäßig zur Untersuchung müssen, profitieren. Denn der Gesundheitscheck erfolgt per Handy und nicht im Krankenhaus. Spezialgeräte messen lebenswichtige Körperfunktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz und Blutzucker und übermitteln die Daten via Mobilfunk an ein medizinisches Call-Center - rund um die Uhr und unabhängig vom Aufenthaltsort. Besteht Anlass zur Besorgnis, leiten die Ärzte im Call-Center unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen ein. Patienten mit Herz-Rhythmusstörungen, die diagnostisch schwer erfassbar sind, kann die mobile Telemedizin sogar das Leben retten. So genannte Herz-Handys mit eingebauten Elektroden zeichnen ein EKG auf, speichern es und senden die Daten an ein medizinisches Service-Center. Dort werden die Informationen ausgewertet und an die behandelnden Ärzte weitergeleitet.
Auch nach einer Operation leistet die mobile Telemedizin wichtige Unterstützung. Der Patient kann das Krankenhaus häufig früher als bislang verlassen, da sich sein Zustand mittels Mobilfunk auch von zu Hause ständig zuverlässig kontrollieren lässt. Das gibt ihm nicht nur die Sicherheit, medizinisch gut betreut zu sein, sondern steigert auch seine Bewegungsfreiheit und die Lebensqualität.
Ein wesentlicher Nutzen der Telemedizin besteht zudem in einem verbesserten Informationsaustausch zwischen Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen. Wichtige Daten lassen sich per Mobilfunk ohne großen Zeitverlust austauschen. Ein Arzt, der beispielsweise für die Diagnose einen Experten hinzuziehen möchte, fotografiert einfach die Röntgenbilder des Patienten mit einem Bild-Mobiltelefon und schickt die Aufnahmen auf das Handy-Display des Kollegen. Das spart Zeit und auch Kosten. Allein in der Versorgung chronisch kranker Patienten ließen sich durch den Einsatz von Telemedizin zwischen 10 und 30 Prozent der jährlichen Gesundheitskosten sparen. Bei über 20 Millionen chronisch Kranken in Deutschland könnte dies Einsparungen in Milliardenhöhe bedeuten.
Allgemeine Infos zur Mobilkommunikation bietet das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) im Internet unter www.izmf.de sowie unter der kostenfreien Hotline 0800-330 31 33.
Quelle: Pleon Kohtes Klewes / pressetreff.de
21.06.2005 - 13:49 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 499 X
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