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PUR 7/2004


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Hinweis an Redaktionen/Journalisten:



Der Abdruck der folgenden Texte ist ausdrücklich erwünscht, selbstverständlich kostenfrei (Beleg erbeten!).

Die unter "Angebote für Redaktionen" genannten Materialien können - ebenfalls kostenlos - angefordert werden, entweder per "Direktkontakt" oder beigefügtem PDF-Faxbogen.

Die Texte (+ ggf. Bilder) finden sich im Internet unter www.pressetreff.de Rubrik Umwelt/Natur/Tiere.





Text Nr. 107



Deutsche Umwelthilfe vergibt Umwelt-Medienpreis



(pur). Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) vergibt 2004 in Berlin zum neunten Mal den DUH-Umwelt-Medienpreis für herausragende Leistungen bei der journalistischen und schriftstellerischen Auseinandersetzung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Der Preis soll all jenen Ansporn und Förderung sein, die mit ihrem Wissen um die Chancen und Gefahren für die Zukunft der Erde das Interesse vieler Menschen wecken und sie für die Bewahrung der Natur begeistern.

Verliehen wird er an Journalisten, Filmer, Redakteure, Umweltgruppen, Autoren und Verleger in den Kategorien Printmedien, Hörfunk und Fernsehen, die in beispielhafter Weise



* das Bewusstsein für Umweltgefahren schärfen

* umweltbezogene Fragestellungen lösungsorientiert darstellen

* mit ihrer publikumswirksamen Aufbereitung von Sachverhalten Handlungsanreize für den Umwelt- und Natur- und Artenschutz schaffen

* mit dem Bekanntmachen von Pionierleistungen zur Nachahmung anregen



Teilnehmer an der Preisauswahl müssen von Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen vorgeschlagen werden. Eigenbewerbung ist nicht zulässig. Preisvorschläge sollen die auszuzeichnende Person oder Organisation und ihre Leistung nach den unter Punkt 1. genannten Kriterien kurz würdigen.

Alle Nominierungen, die bis 31. August 2004 in der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen Umwelthilfe, Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell formlos eingehen, werden bei der Vergabe des neunten DUH-Umwelt-Medienpreises berücksichtigt.



Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bundesvorstand der DUH. Der Preis wird in einer öffentlichen Veranstaltung verliehen und bundesweit bekannt gemacht. Es handelt sich um eine undotierte Auszeichnung.



Angebote für Redaktionen:



* nähere Informationen/Einzelheiten

* Auslobungsunterlagen



Ansprechpartner für Nominierungen und weitere Informationen:



Deutsche Umwelthilfe e.V.

Erika Blank, Jörg Dürr-Pucher

Fritz-Reichle-Ring 4

78315 Radolfzell

Tel.: 07732-9995-90,

Fax: 07732-9995-88

Mail: blankduh.de

Internet: www.duh.de





Text
Nr. 207

(Bilder im Internet - s.o.)



Der Eierstempel bringt`s

DTHW testete 1.000 Eier nach der "UV-Methode"



(pur). Verbraucher können seit Anfang des Jahres entscheiden, welche Eier sie konsumieren möchten, da seit Jahresbeginn EU-weit eine einheitliche Eierkennzeichnung Pflicht ist. Die Kennzeichnung zeigt die Form der Tierhaltung und der Herkunft der Tiere an. Ob ein Ei wirklich aus der angegebenen Haltungsform kommt, kann mit Hilfe der so genannten UV-Methode festgestellt werden.

Seit dem 1.1.2004 gilt die europäische einheitliche Eierkennzeichnung. Jedes Ei trägt als "Visitenkarte" einen Stempel. Durch die darauf angegebene Zahlenfolge kann jeder Verbraucher nachvollziehen, woher sein Frühstücksei stammt und unter welchen Verhältnissen das passende Huhn dazu lebt. Der Stempel auf der Schale ist dreiteilig, z.B.: 0-DE-654321. Vor allem die erste Ziffer ist für den Tierschutz relevant. Sie steht für die Haltungsform der Leghennen:



0 = ökologische Erzeugung

1 = Freilandhaltung

2 = Bodenhaltung

3 = Käfighaltung



Die nachfolgenden beiden Buchstaben geben Auskunft, aus welchem Land das Ei stammt:



DE = Deutschland

NL = Niederlande

FR = Frankreich

DK = Dänemark



Eine mehrstellige Zahlenfolge gibt den Betrieb an, wobei die letzte Ziffer der Schlüssel für die jeweilige Stallnummer ist.



In Deutschland werden jedes Jahr 18 Milliarden Eier verzehrt, die von 50 Millionen Legehennen gelegt werden. Rund zwei Drittel dieser Eier kommen aus Käfighaltung, den so genannten "Legebatterien". In diesen "Eierfabriken" vegetieren Legehennen unter unglaublichen Bedingungen dahin. Nur 2 % der Eier stammen von Hühnern aus ökologischer Haltung.

Der Tierschutzgedanke und Kampf gegen die Batteriehaltung schützt auch den Verbraucher. Denn die Käfighaltung ist nicht nur für die Hühner eine Tortur. Die Eier aus dieser Haltung können auch für den Menschen gefährlich werden: Damit die Legehennen die Qualhaltung auf engstem Raum durchstehen und sich keine Epidemien ausbreiten, werden dem Futter Arzneien und Chemikalien beigemischt. Dennoch treten immer häufiger Tierseuchen auf und machen das Ei zu einem problematischen Nahrungsmittel.



Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. (DTHW) hat als erste Tierschutzorganisation 1997 mit Hilfe der so genannten UV-Methode den bundesweiten Eierschwindel aufgedeckt. Eier aus Käfigbatterien wurden damals zu teuren Freiland- oder Bodenhaltungseiern umdeklariert. Ob dies immer noch gängige Praxis ist, sollte ein bundesweiter Eiertest des Deutsche Tierhilfswerk e.V. zeigen.



In den Bundesländern Bayern, Rheinland-Pfalz, NRW und Berlin testete das DTHW e.V. über 1000 Eier auf die Richtigkeit ihres Stempels - diesmal jedoch mit erfreulich wenigen negativen Überraschungen.

Für die Tests wurden jeweils gestempelte und ungestempelte Eier aus Supermärkten, Bioläden und Ab-Hof-Verkäufen sowie von Wochenmärkten gekauft. Diese Stichproben wurden mit einer speziellen UV-Lampe auf Gitterspuren untersucht. Diese treten normalerweise nur bei Käfighaltung auf. Die Fallgitter drücken sich in die noch weiche Eierschale (Kutikula) ein und verursachen minimale Verletzungen, die jedoch unter UV- Licht sichtbar werden.

Lediglich 2% der untersuchten Eier wurden beanstandet. Die Hälfte davon waren ungestempelt und vom Händler mündlich als Freiland- oder Ökoeier bezeichnet worden. Die übrigen "faule Überraschungs- Eier" waren zwar ordnungsgemäß gestempelt ("0" oder "1"), wiesen unter der UV- Lampe dann jedoch deutliche Gitterspuren auf.

Häufig war der Eierstempel unleserlich und es wurden auch Monate nach Inkrafttreten der Verordnung immer noch ungestempelte Eier in Supermärkten angeboten.



So erfreulich das Ergebnis im Vergleich zu 1997 ist, sollten Konsumenten ungestempelte Eier ab Hof oder vom Wochenmarkt nur dann kaufen, wenn Sie sicher sind, dass der Erzeuger tatsächlich freilaufende Hühner hält. Wichtig ist, dass die Menge der angebotenen Eier in einem biologischen Verhältnis zur Anzahl der gehaltenen Hühner steht. Bei den Landwirten, die durch die Eier-Test- Aktion des DTHW e.V. geoutet wurden, scharrten meist ein paar "Alibihühner" vor dem Hof, während hinter den Kulissen weniger erfreuliche Verhältnisse herrschten.



Grundsätzlich bittet das Deutsche Tierhilfswerk Verbraucher, nur Eier aus Öko- oder Freilandhaltung zu erwerben, damit die Tierquälerei der Batteriehaltung endlich aufhört.



Weitere Infomationen gibt es beim Deutschen Tierhilfswerk e.V., Schleißheimerstr. 188, 80797 München, Tel: 089-3575200 oder direkt im Internet unter www.tierhilfswerk.de.



Angebote
für Redaktionen:



- Pressemappe

- Bildmaterial

- Videomaterial

- Interview



Direktkontakt:



Deutsches Tierhilfswerk e.V.


Judith Schmalzl


Schleißheimerstr. 188


80797 München


Tel.: 089-357520


Fax: 089-35752200


Judithschmalzltierhilfswerk.de







Text Nr. 307



Deutsche Reiseveranstalter schicken Touristen zum "Delfine-Quälen"

GRD stoppt Tchibo



(pur). "Das tierquälerische Schwimmen mit gefangenen Delfinen droht zum Urlaubs-Sommerhit dieses Jahres zu werden", warnt die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD). In Zeiten rückläufiger Reisebuchungen greifen deutsche Touristikkonzerne verstärkt zum publikumsträchtigen "Flipper-Strohhalm", damit die Kassen wieder klingeln.



Tatort Dominikanische Republik:

Noch bis zum 16.07. pries Tchibo als "Traumreise zu Traumpreisen" eine 8-tägige Badereise mit Schwimmen mit Delfinen im bei Puerto Plata gelegenen "Ocean World Adventure Park" für nur 899 Euro an.

"Die lebhaften und sensiblen Tiere lassen Sie schnell vergessen, dass Sie eigentlich ein Landlebewesen sind. Wer hat noch nie davon geträumt, wie Sandy (aus der Fernsehserie "Flipper") einen treuen Freund im Meer zu haben?", hieß es im Reise-Info von Tchibo.

Nach Protesten der GRD reagierte der Kaffeeröster prompt, das Angebot wurde sofort aus dem Programm genommen.



Tatort Türkei:

Zwei Delfinarien locken in der Türkei ahnungslose Urlauber in die "Delfin-Falle". Das in Kemer befindliche Türkiz Hotel bietet neben Thalasso-Therapie auch das Moonlight-Park-Delfinarium, in dem 3 aus dem Schwarzen Meer stammende Große Tümmler und ein Walross zu täglichen extrem belastenden Show-Programmen gezwungen werden.

In Kas wurde ein Freiwasser-Delfintherapie-Zentrum errichtet, das unter Einsatz mehrerer ebenfalls aus dem Schwarzen Meer stammender Delfine, einem Belugawal und mehrerer Robben für knapp 5.000 Euro Heilung durch mehr als fragwürdigen Delfin-Therapien verspricht.



Tatort Ägypten:

In Sharm el Sheik lockt seit diesem Jahr das Delfinarium "Delphinella", in dem Touristen mit 2 aus Russland importierten Delfinen schwimmen können.



Tatort Österreich:

Selbst im bislang "delfin-freien" Österreich wächst die Gier nach dem schnellen Delfin-Profit. So denken Lokalpolitiker des Weilers Allerheiligen (Mürztal) laut über den Bau eines Delfintherapie-Zenrums mit 9 Delfinen nach. Kernstück des geplanten Gesundheitsparks Allerheiligen soll ein "Delfinarium-Aquapark" werden. Hauptargument für das Projekt ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze.



"Diese Liste ließe sich fast beliebig verlängern", erklärt die GRD. "Im Endeffekt laufen all diese Reise- und Therapieangebote immer auf das gleiche hinaus: Auf Kosten der Delfine wird viel Geld verdient, auf die Bedürfnisse der Tiere wird wenig bis keine Rücksicht genommen, die Delfine werden langsam aber sicher zu Tode gequält".



Die GRD warnt vor diesen und ähnlichen Angeboten, durch die man nicht nur der Delfin-Quälerei Vorschub leistet, sondern sich besonders bei Schwimm-Programmen auch noch selber in Gefahr begibt: "Die Delfine stehen unter Dauerstress und reagieren aggressiv. Immer wieder werden Besucher gebissen oder von den Tieren gerammt und verletzt".



Angebote für Redaktionen:



* nähere Informationen/Einzelheiten



Direktkontakt:



Gesellschaft zur Rettung der Delphine

Denise Wenger

Kornwegerstraße 37

81375 München

Tel.: 089-74160410

Fax: 089-74160411

Mail: infodelphinschutz.org

Internet: www.delphinschutz.org





Text Nr. 407



Milliardengrab Stuttgart 21?

BUND: Rheintalbahn muss Priorität haben



(pur). Das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm entwickeln sich zu einem finanziellen Fass ohne Boden, das zeigen die neuen Zahlen des Bundesverkehresministeriums. Staatssekretär Achim Großmann und Bahnchef Hartmut Mehdorn haben der Stuttgarter Bundestagsabgeordneten und Oberbürgermeister-Kandidatin Ute Kumpf mitgeteilt, dass Stuttgart 21 um 50 %, die Neubaustrecke nach Ulm um 57 % teurer werden sollen als geplant. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverband Baden-Württemberg warnt schon seit Jahren vor einer Kostenexplosion, nun fühlt sich der Verband in seiner Kritik bestätigt.



Klaus-Peter Gussfeld, BUND-Verkehrsexperte, fordert die Landesregierung auf, sich nicht auf das Milliardengrab Stuttgart 21 zu konzentrieren, sondern das wichtigste Schienenprojekt im Land voranzutreiben, den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn. "Das Land sollte die 590 Millionen Euro, mit denen Stuttgart 21 und die Neubaustrecke nach Ulm vorfinanziert werden sollen, lieber in die Rheintalbahn stecken. Denn das ist das wichtigste Bahn-Projekt im ganzen Land und unverzichtbar für eine ökologische Verkehrspolitik."



Angebote für Redaktionen:



* Hintergrundinformationen



Direktkontakt:



Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V.

Friederike Köstlin, Pressereferentin/

Klaus-Peter Gussfeld,Verkehrsreferent

Paulinenstr. 47

70178 Stuttgart

Tel.: 0711-620306-17/-15

Fax: 0711-62030677

Mail: bund.net

Internet:" target="_blank">bund.bawuebund.net

Internet:
http://www.bund.net/bawue





Text Nr.507 / Umwelt-Tipp:



Fahrräder vom Dach - einhundert Euro gespart!

Wissenschaftsladen Bonn gibt Spar-Tipps für die Urlaubsfahrt



(pur). Für viele gesundheitsbewusste Autofahrer gehört das eigene Fahrrad inzwischen zum unabdingbaren Urlaubsgepäck. "Wenn den Urlaubern klar wäre, wie teuer dieser Spaß ist, würden sie sich das drei Mal überlegen", sagt Andreas Pallenberg, Verkehrsexperte beim Wissenschaftsladen Bonn. Der Wissenschaftsladen Bonn ist mit 25 Mitarbeitern der größte der 58 Wissenschaftsläden in Europa.



Was den wenigsten Autofahrern bewusst ist: Das Fahrrad auf dem Dach treibt den Spritverbrauch mächtig in die Höhe. Beispiel: Wer zum 1000 Kilometer entfernten Urlaubsort fährt, muss - ohne Dachlast - mit etwa 200 Euro Spritkosten rechnen. Wer drei Räder aufs Dach sattelt, zahlt bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 km/h rund 100 Euro mehr. Pallenberg: "Jede Geschwindigkeits-Erhöhung darüber hinaus schlägt bei den Spritkosten mehrfach zu Buche". So verdoppele (!) sich bei Tempo 160 km/h der Verbrauch mit Drahteseln auf dem Dach nachweislich.



Wer seine Räder nicht aufs Autodach packt, sondern mit einem Heckgepäckträger befestigt, fährt oft noch schlechter: Bei Klein- oder Mittelklassewagen ragen die querstehenden Fahrräder über die Fahrzeugsilhouette hinaus und sorgen so für starke Luftverwirbelungen. Der Test mit einem Opel Vectra Caravan etwa ergab bei Tempo 130 einen Spritverbrauch von 11,2 Liter/100 km mit Dachgepäckträger, von knapp 13 Liter mit einem herkömmlichen Heckträger. Nicht ganz so schlecht schneiden nur solche Heckträger ab, die sehr tief angebracht sind. Nachteil: Sie sind teurer und müssen auf einer Anhängerkupplung abgestützt werden.



Wenn möglich und Platz vorhanden ist, sollte das Fahrrad immer im Fahrzeug verstaut werden. Wer dafür keinen Platz hat, sollte realistisch durchrechnen, wie viel das eigene Rad am Urlaubsort wert ist. Pallenberg: "Ein Rad zu leihen lohnt sich fast immer: finanziell - und ökologisch ohnehin."



Dieser und andere Tipps zum umweltschonenden Autofahren sind nachzulesen in der Broschüre des Wissenschaftsladen Bonn "Der Weg zum sparsamen Fahrstil" - Neuauflage 2004, auch mit Hinweisen für Automatikfahrer.

(Preis für 1 Exemplar 3,50 Euro, ab 10 Exemplaren: 3,00 Euro pro Stück, ab 50 Exemplaren: 2,50 Euro pro Stück; jeweils plus Porto):



Angebote für Redaktionen:



* nähere Informationen/Einzelheiten



Direktkontakt:



Wissenschaftsladen Bonn

Andreas Pallenberg

Buschstr. 85

53113 Bonn

Tel.: 0228-2016120

Fax: 0228-265287

Mail: wilabonn.de

Internet:" target="_blank">andreas.pallenbergwilabonn.de

Internet:
www.wilabonn.de





Quelle: Medienzentrum Umwelt / pressetreff.de

21.06.2005 - 13:49 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 543 X