Freller und Müller: Jeder 4. Jugendliche schwerhörig?
Bayern startet Aufklärungskampagne im Unterricht
Jeder vierte Jugendliche in Bayern ist hörgeschädigt. Aufklärung und Information sind daher bereits in der Schule dringend nötig. Deshalb haben Kultus-Staatssekretär Karl Freller und Gesundheits-Staatssekretärin Emilia Müller zum Schuljahresbeginn alle Schulen Bayerns um Unterstützung gebeten, das Lern- und Aufklärungsprogramm ""earaction"" gegen Hörschäden im Unterricht einzubinden. Karl Freller und Emilia Müller: "Wichtig ist, dass die jungen Menschen erreicht werden. Denn für sie gehört laute Musik in Discos, auf Konzerten oder vom mp3-Player zum Alltag. Schwerhörigkeit kann die Folge sein."
Nach den Worten der beiden Staatssekretäre hat Schwerhörigkeit bei Jugendlichen gravierende negative Folgen im Alltag. Sie schränkt die Berufswahl ein und macht einsam. Neben den individuellen negativen Auswirkungen kommen auch hohe finanzielle Folgekosten auf die Allgemeinheit zu. In einem gemeinsamen Schreiben an die Schulleitungen und Lehrkräfte der weiterführenden Schulen wurden diese um Unterstützung bei der Präventionsmaßnahme gebeten, die sich vor allem an Jugendliche ab 14 Jahre richtet. In diesem Alter verfestigen sich die Hörgewohnheiten bei Jugendlichen.
Das Projekt ""earaction"" ist bundesweit das einzige interaktive Informations- und Spielprogramm, das spielerisch und ohne pädagogischen Zeigefinger auf das Problem der Schwerhörigkeit hinweist. Es wurde von Studenten der Fachhochschule München für Jugendliche konzipiert. Die meisten Informationsblöcke sind nun auch ins Englische und Türkische übersetzt, um damit Sprachbarrieren abzubauen.
Unter dem Motto ""Prävention durch Faszination"" hat das Gesundheitsministerium ""earaction"" im Rahmen der Gesundheitsinitiative ?Gesund.Leben.Bayern? unterstützt. Auf der Homepage http://www.earaction.de oder über eine CD-ROM erfährt man alles über die Physik und Biologie das Ohres, erhält aber auch Erste-Hilfe-Tipps, wenn es im eigenen Ohr pfeift. Ein Hörtest kann ebenfalls direkt via Internet am PC gemacht werden.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de © Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de
Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de
07.10.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 93 X

RSS Feed