Vorbericht: 1860 München - SC Paderborn
13.10.05 - Am Freitag, 14. Oktober, treffen die Löwen um 19 Uhr in der Allianz Arena auf den SC Paderborn, dem Liga-Neuling, der sich auf einem Aufstiegsplatz befindet. "In diesem Spiel zählen nur drei Punkte", gibt Trainer Reiner Maurer die Devise vor. "Nur schön spielen und die bessere Mannschaft zu sein, hilft uns nicht weiter."
Mit einem Sieg könnte der TSV 1860 den Konkurrenten aus Paderborn in der Tabelle überholen und würde zumindest bis Sonntag auf einem Aufstiegsplatz stehen. Was den bisherigen Saisonverlauf angeht, ist der 45-jährige Coach gespalten. "Fußballerisch waren die ersten acht Spiele überwiegend gut. Negativ ist nur die Punktausbeute. Mit einem Sieg über Paderborn wären wir wieder dabei." Den Aufsteiger erwartet Maurer in München sehr defensiv, "ähnlich wie China gegen Deutschland: diszipliniert, aggressiv und laufstark. Sie werden erst versuchen, unser Spiel zu zerstören." Das Rezept, um dieses Bollwerk zu knacken, hat er seinen Spielern eingebläut: "Wir müssen von Beginn an hohes Tempo gehen, die Bälle schnell spielen und dürfen die Außenpositionen nicht vernachlässigen." Von der Spielanlage, sagt Maurer, spielt Paderborn "typisch holländisch, ein 4-2-3-1-System", ähnlich wie Sechzig selbst, nur defensiver ausgerichtet.
Ein Schlüsselrolle fällt dabei den beiden U21-Nationalspielern Daniel Baier und Matthias Lehmann zu. "Sie sollen die Schaltzentrale im Mittelfeld sein, das Spiel schnell machen und ihre Mitspieler entsprechend einsetzen." Daneben fordert der Coach von den beiden Youngstern mehr Torgefährlichkeit und warnt eindringlich vor dem Gegner. "Paderborn spielt bisher eine überdurchschnittliche Saison für einen Aufsteiger. Gerade in München haben sie nichts zu verlieren, können frei aufspielen."
AUDIO: Statement von Reiner Maurer (mp3/1,72mb)
Trotz der Lobreden der Konkurrenz bleibt Paderborns holländischer Coach Jos Luhukay zurückhaltend: "Wir sprechen hier nicht vom Aufstieg, sondern immer nur vom Klassenerhalt." Gegen 1860 wird wohl nur Garry de Graef (fehlte gegen Offenbach mit einer Gehirnerschütterung) in den Kader zurückkehren. Ansonsten vertraut er den bewährten Kräften. "Ich habe keinen Grund, etwas zu ändern. Die Mannschaft ist intakt, Bereitschaft und Wille, das konnte man auch beim Freundschaftsspiel gegen Köln sehen, stimmen zu 100 Prozent", so der 42-Jährige. Sein Team gewann gegen den Erstligisten mit 2:1. Die Partie gegen die Löwen ist für den früheren Assistenten von Huub Stevens "nur eins von 34 Spiele. Der einzige Unterschied ist dieses fantastische Stadion", sagt Luhukay.
Etwas forscher als der Trainer ist SCP-Manager Günther Rybarczyk, der aus dem oberbayerischen Neuötting stammt. "Die Jungs haben gezeigt, dass sie auswärts punkten können. Wenn sie sich die Arena angucken wollen, dann sollen sie ein anderes Mal hinfahren", so der Ex-Profi. Auf den langfristigen Ausfall von Stammtorwart Stephan LobouÖ© (bis mindestens Ende November) wollen die Paderborner möglichst schnell reagieren. Der 25-jährige Sven van der Jeugt aus Belgien befand sich diese Woche im Probetraining.
Löwen-Personal: Matthias Lehmann, Daniel Baier und Jiayi Shao sind gesund von ihren Länderspieltrips nach München zurückgekehrt. Verzichten muss Reiner Maurer gegen den Tabellendritten auf die Langzeitpatienten Roman Tyce und Pascal Ojigwe (beide Reha); Slobodan Komljenovic hat das Training nach auskuriertem Bänderriss zwar wieder aufgenommen, kämpft aber noch mit Rückstand. Fraglich ist der Einsatz von Harald Cerny, der seit Wochenbeginn an einer Innenbanddehnung im linken Knie laboriert; Patrick Milchraum liegt seit Mittwoch mit einer Grippe flach. Als Alternativen stünden Michal Kolomaznik und Marco Gebhardt zur Verfügung.
Mögliche Aufstellungen:1860: 12 Ochs – 44 Hoffmann, 30 Szukala, 7 Costa, 35 Schäfer – 3 Meyer, 19 Lehmann – 11 Kolomaznik, 24 Baier, 23 Vucicevic – 18 Agostino.Ersatz: 1 Hofmann (Tor) – 2 Lamotte, 4 Lanzaat, 8 Shao, 9 Reisinger, 14 Gebhardt, 17 Krontiris, 22 Adler.Nicht dabei: 5 Komljenovic (Trainingsrückstand nach Bänderriss), 6 Tyce (Reha nach Kreuzbandriss), 28 Ojigwe (Reha nach Knie-OP).Fraglich: 13 Cerny (Innenbanddehnung am Knie), 26 Milchraum (Grippe).
Paderborn: 1 Kruse – 2 Fall, 3 Bollmann, 15 Brouwers, 12 de Graef – 16 Becker, 7 Maaß – 21 Ndjeng, 8 Schulp, 22 Schüßler – 11 Müller.Ersatz: Petry (Tor) – 4 Brinkmann, 5 Djurisic, 18 Krösche, 19 Dragusha, 20 Dogan, 24 Gouiffe Ö Goufan, 25 Brocke, 32 Vujanovic.Nicht dabei: 6 Stefulj, 10 Spork (beide Trainingsrückstand), 12 LoubouÖ© (Kreuzbanddehnung), 17 Cartus (Reha).
Quelle: TSV MÜNCHEN VON 1860 GMBH & CO. KOMMANDITGESELLSCHAFT AUF AKTIEN / pressrelations.de
13.10.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 282 X

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