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Strukturwandel und demographische Entwicklung erfordern neue Positionierung in der Stadtentwicklungspolitik von Städten und Gemeinden


Schmid: " – öffentliche Hand fördert Stadterneuerung mit rund 100 Millionen Euro im Jahr 2005"

Strukturwandel, demographische Entwicklung und die Umnutzung ehemals militärischer Flächen erfordern von den Städten und Gemeinden ein grundsätzliches Nachdenken über die künftige Infrastruktur und Siedlungsentwicklung. Die Stadtentwicklungspolitik muss sich zugunsten der Konzentration auf den Bestand neu positionieren. Der Staat unterstützt die Kommunen bei dieser städtebaulichen Herausforderung allein im Jahr 2005 mit Mitteln von insgesamt über 99 Millionen Euro aus den Städtebauförderungsprogrammen. Davon kommt der Löwenanteil mit 51 Millionen Euro vom Freistaat, 31 Millionen werden vom Bund und 17 Millionen Euro von der EU bereitgestellt, betonte Innenstaatssekretär Georg Schmid bei der Fachtagung ""Stadt recyceln – neue Nutzungen für brachliegende Flächen"" in Bamberg. Bei der Veranstaltung gab der Innenstaatssekretär auch den Startschuss für den neuen Landeswettbewerb zu diesem Thema.

Schmid hob hervor, dass Investitionen in die Zukunft der Städte und die Unterstützung von Städten und Gemeinden bei der Gestaltung des strukturellen Wandels ein wichtiges Ziel der Bayerischen Staatsregierung sind. Schmid: "Aufgelassene Betriebsgrundstücke, frühere Produktionsstätten, geräumte Kasernen, nicht mehr benötigte Liegenschaften von Bahn oder Post – Areale und Gebäudekomplexe, die in ihrer ursprünglichen Nutzung nicht mehr gebraucht werden, gibt es in fast jeder Kommune. Viele dieser Brachen bieten durch ihre Größe, gute Erschließung und oftmals zentrale Lage die Chance, das innerstädtische Nutzungsangebot zu verbessern. Ihre Revitalisierung und ihr Beitrag für qualitatives Wachstum und Standortverbesserung sind wesentliche Ziele bayerischer Stadterneuerungspolitik im Rahmen der Städtebauförderung. Ich freue mich deshalb, heute den Startschuss für den neuen Landeswettbewerb ""Stadt recyceln – Revitalisierung innerstädtischer Brachflächen"" zu geben. Wir möchten mit diesem Wettbewerb die Kommunen ansprechen, sich gemeinsam mit Bauherren und Architekten um den Titel eines Landessiegers für eine qualitativ und strategisch beispielhafte Erneuerungsmaßnahme zu bewerben." Im Rahmen des Wettbewerbs werden drei Landessieger und weitere Prämierungen vergeben. Die Preisverleihung der Ehrenpreise wird im Rahmen der 3. Architekturwoche in München am 15. Mai 2006 erfolgen. Bewerbungen sind ab heute möglich. Nähere Informationen zum Wettbewerb sind im Internet abrufbar unter http://www.stmi.bayern.de/bauen/staedtebaufoerderung/.

Schmid verwies darauf, dass die Bayerische Staatsregierung seit 1971 im Rahmen der Städtebauförderung Kommunen fachlich und finanziell bei der Stadtentwicklung unterstützt. Aktuelle Handlungsfelder der Städtebauförderung sind neben der Brachflächenkonversion die Stärkung der Innenstädte und Ortszentren, die Soziale Stadt und die ökologische Erneuerung. Der Staatssekretär erinnerte in diesem Zusammenhang an das erstmals im Jahr 2004 aufgelegte Städtebauförderungsprgramm ""Stadtumbau West"", die Initiativen zur Strukturförderung in Hochfranken und die Förderungen zugunsten Ostbayerns für Gemeinden im Grenzraum zu Tschechien sowie den Bayerischen Bauherrenpreis Stadterneuerung 2004.

 

Pressesprecher: Michael ZieglerStellvertretender Pressesprecher: Rainer RiedlPressereferentin für die OBB: Ursula WillschekInternet: Amelie GanslmeierÖffentlichkeitsarbeit: Wolfgang Prestele Odeonsplatz 3, 80539 MünchenTelefon Zentrale: (089) 2192 -01Telefon Presse: (089) 2192 -2114Telefax Presse: (089) 2192 -12721E-Mail: pressestmi.bayern.de



Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM DES INNERN / pressrelations.de

20.10.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 452 X

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