Emissionen fluorierter Treibhausgase begrenzen
- Selbstverpflichtung der Industrie wird fortgeschrieben
Berlin, 21. Juni 2005 - Eine seit 1997 bestehende Selbstverpflichtung der Industrie zur Begrenzung der Emissionen fluorierter Treibhausgase wird in enger Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium fortgeschrieben. Darauf hat sich das Bundesumweltministerium mit den Herstellern und betroffenen Industrieverbaenden verstaendigt. Damit soll der Ausstoss des hochwirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid, das beispielsweise als Isolier- und Loeschgas in elektrischen Anlagen verwendet wird, auch in Zukunft begrenzt werden.
Die freiwillige Selbstverpflichtung wird vom Verband der Netzbetreiber (VDN), dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie von der Firma SOLVAY Fluor GmbH als dem einzigen deutschen Produzenten des Gases getragen. Damit wird der gesamte Lebenszyklus von Schwefelhexafluorid, kurz SF6, bei der Anwendung in elektrischen Betriebsmitteln ueber 1000 Volt von der Selbstverpflichtung erfasst. Schwerpunkte der Selbstverpflichtung sind konkrete Zielvorgaben zu emissionsmindernden Massnahmen im gesamten Lebenszyklus des Stoffes, von der Herstellung ueber den Betrieb der betroffenen Anlagen bis zur Zerstoerung beziehungsweise der Wiederverwendung des Stoffes. Ein Monitoring liefert jaehrlich alle erforderlichen Daten fuer die Stoffbilanz und ermoeglicht damit die Ueberpruefung der vereinbarten Massnahmen. Darueber hinaus verpflichten sich die Hersteller von elektrischen Betriebsmitteln unter and!
erem, exportierte Anlagen, die Schwefelhexafluorid enthalten, zurueckzunehmen.
SF6 gehoert zu den vom Kyoto-Protokoll erfassten fluorierten Treibhausgasen und hat als wirksamstes bekanntes Treibhausgas ein zweiundzwanzigtausendmal hoeheres Treibhauspotenzial als CO2. Insgesamt tragen fluorierte Treibhausgase derzeit zwar nur mit einem bis zwei Prozent zum Treibhauseffekt bei. Ohne Massnahmen zur weiteren Emissionsverminderung waere kuenftig jedoch mit einer betraechtlichen Steigerung zu rechnen. Denn die Gase werden zunehmend insbesondere als Ersatzstoffe fuer ozonschichtschaedigende Substanzen eingesetzt.
Der vollstaendige Text der freiwilligen Selbstverpflichtung unter www.bmu.de zu finden.
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Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) / pressrelations.de
21.06.2005 - 14:11 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 344 X