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Schnappauf: Bayern zentralisiert Abfallüberwachung




Bayern geht neue Wege in der Abfallüberwachung; anstelle dezentraler Ansprechpartner werden ab sofort alle Sonderabfallströme zentral durch das Landesamt für Umwelt überwacht.

München, 11. November 2005 - Bayern geht neue Wege in der Abfallüberwachung; anstelle dezentraler Ansprechpartner werden ab sofort alle Sonderabfallströme zentral durch das Landesamt für Umwelt überwacht. Dies betonte Umweltminister Werner Schnappauf heute in Kulmbach bei der Besichtigung der neuen Zentralen Stelle Abfallüberwachung (ZSA), die am 1. November ihre Arbeit aufgenommen hat. Schnappauf: "Erfahrenen Spezialisten fällt es leichter, etwaige falsch deklarierte Abfälle zu entlarven und dem gesetzlich vorgeschriebenen Entsorgungsweg zuzuführen. Deshalb bündeln wir die Fachkenntnisse in Kulmbach. Denn dort hat das Landesamt mit einer Kerngruppe schon bislang die Wege der Abfallentsorgung analysiert und statistisch aufbereitet." Für die Sondermüll-Überwachung waren bisher neben dem Landesamt für Umwelt vor allem die 96 Kreisverwaltungsbehörden und zum Teil die 7 Regierungen zuständig. Solange der größte Teil des Sondermülls über die zentrale bayerische Entsorgungsgesellschaft GSB beseitigt wurde, war die räumliche Nähe von Abfallerzeugern und -entsorgern sowie Behörden vorteilhaft, so Schnappauf. Mittlerweile werde aber der vorwiegende Teil des Sondermülls nicht mehr in der GSB beseitigt, sondern in Hunderten von Anlagen in und außerhalb Bayerns verwertet. Die Kompetenzbündelung erlaube daher eine fundiertere Kontrolle aller Entsorgungsvorgänge.

Die Bündelung der speziellen Fachkenntnisse an der ZSA ermöglicht nach den Worten Schnappaufs auch erhebliche Personaleinsparungen. Waren bisher mindestens 50 Mitarbeiterkapazitäten bei den Kreisverwaltungsbehörden nötig, so kann jetzt die Aufgabe durch die Zentralisierung mit rund 25 Mitarbeitern erfüllt werden. Darüber hinaus wird es aufgrund der Fülle an EU-weiten Vorschriften zunehmend wichtig, dass die Wirtschaftsunternehmen einen zentralen, kompetenten Ansprechpartner für die immer komplexer werdenden Fragestellungen erhalten.

Bayernweit fallen jährlich rund 2,3 Millionen Tonnen Sondermüll an. Rund ein Drittel davon wird überwiegend bei der GSB beseitigt, zwei Drittel werden verwertet. Die ZSA kontrolliert vor allem, ob für diese Abfälle der richtige Verwertungs- oder Beseitigungsweg vorgesehen ist (Vorabkontrolle mittels Entsorgungsnachweis) und ob dieser Weg auch eingehalten wurde (Verbleibskontrolle mittels Begleitschein). Die ZSA prüft jährlich rund 8.000 Entsorgungsnachweise und rund 200.000 Begleitscheine.

Weitere Informationen: http://www.abfall.bayern.de © Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de



BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de

12.11.2005 - 10:01 pressrelations.de | 435 X

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